Festival: Zehn Kontakte
Hast du die Regel mit den zehn Kontakten verstanden?» «Nein. Darf man jederzeit mit zehn Leuten zusammenstehen? Worin besteht dann der Schutz?» Anscheinend gibt es eine Unklarheit im ansonsten ausgeklügelten Pandemiekonzept beim Internationalen Sommerfestival Hamburg bezüglich der Frage, mit wie viel Personen man sich treffen kann.
Zehn Besucher*innen dürfen gemeinsam die Performances besuchen und dann auch zusammensitzen, aber was ist in den Foyers? Oder im Festivalzentrum Avant-Garten, wo man theoretisch in Zehnerschritten das gesamte Publikum abklatschen könnte und so nach einer gewissen Zeit einem Infizierten begegnen müsste?
Nesterval testet auf Sozialdemokratie
Das sind wichtige Überlegungen, weil das Internationale Sommerfestival eine Art Lackmustest ist für die Frage, wie in Zeiten von Corona Theater gespielt werden kann. Viele Festivals des Sommers sind abgesagt, in Hamburg aber soll gespielt werden. Unter dem Regiment eines 42-seitigen Sicherheitskonzepts, das genau regelt, wie man sich per App beim Platznehmen zu registrieren hat, wie man den Einlass in die Kampnagel-Hallen organisiert, wann man Masken tragen muss und wann nicht. «Das Festival ist ein Vorschlag, wie ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von Theater heute? Loggen Sie sich hier ein
- Alle Theater-heute-Artikel online lesen
- Zugang zur Theater-heute-App und zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von Theater heute
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Theater heute Oktober 2020
Rubrik: Magazin, Seite 67
von Falk Schreiber
Es ist Sommer. Es ist Pandemie. Das Theater menschenleer. «Es wird nie wieder so sein wie früher», orakelt einem die strenge Stimme in die Ohren, während man sich, mit ipod und Kopfhörern ausgerüstet, auf eine interaktive Reise durchs Stuttgarter Schauspielhaus begibt – je eine Person im 5-Minuten-Abstand. Der Regisseur Stefan Kaegi vom Theaterkollektiv Rimini...
Mit Macht zurück auf die Bühne, genauer gesagt auf die alten analogen Bretter, das ist der Weg, den Christian Stückl, Intendant des Münchner Volkstheaters, eingeschlagen hat, und zwar so früh, dass die meisten seiner Kollegen noch gar nicht davon zu träumen wagten. Bereits Anfang Mai, als viele Theater noch in Schockstarre verharrten und in den...
Aufführungen
Gleich nach der Corona-Pause kündigen sich große Staatsdramen an: Am Deutschen Theater Berlin zelebriert Anne Lenk Schillers Königinnen-Clash zwischen Maria Stuart und Elisabeth – Franziska Machens gegen Julia Windischbauer! Im Hamburger Schauspielhaus breitet Karin Henkel die jugendliche Vorgeschichte von Shakespeares Richard III. aus: «Richard the...
