Explosionen, Implosionen
Großes Solo für Lilith: Sie, Lilith Stangenberg, ist Martha. Diese Martha ist jung, ungebunden, arbeitet bei einem Plattenlabel, ihr Chef zieht andere vor, spätestens dann, als sie schwanger wird. Das ist das Problem, das Antje Schalls Drehbuch dieser Figur mitgibt: Martha ist schwanger, und zwar aus einer Beziehung mit einem verheirateten Mann, Sebastian (Samuel Schneider), der Deal war von Anfang an klar, er wird seine Frau nicht verlassen. Und so beschließt Martha, das Kind gleich nach der Geburt zur Adoption freizugeben. Das ist einfacher, als sie denkt.
Und dann wird alles doch sehr kompliziert.
Lilith Stangenberg nimmt sich diese Figur und ihr Problem, sie wirft sich in sie hinein, rennt mit ihr durch Berlin-Mitte, flippert von einer zur anderen Nebenfigur, denn mehr als Nebenfiguren können die anderen nicht sein in einem Film, in dem in jeder Szene nur eine einzige dominiert. Da ist die beste Freundin Fiona (Susana AbdulMajid), die alles versteht, aber die Idee mit der Adoption nicht. Die Mutter, eine empathiefreie Egozentrikerin, von Jeanette Hain im etwas verzweifelten Versuch, der Stangenberg-Energie etwas entgegenzusetzen, bis zur Karikatur überzogen. Der ...
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Theater heute Dezember 2024
Rubrik: Magazin, Seite 68
von Ekkehard Knörer
WWW.ARDMEDIATHEK.DE
bis Januar 2025, Ein Mann seiner Klasse
Fernsehfilm, Deutschland 2024, Regie Marc Brummund Nach dem autobiografischen Roman von Christian Baron erzählt der Film über seine von Armut und Ungleichheit geprägte Jugend in Kaiserslautern.
WWW.ARTE.TV
bis 2027., Ein Volksbürger. Politische Farce mit Fabian Hinrichs
Aufzeichnung der Inszenierung von...
Einfach nur «glücklich und bedeutsam sein», meint Sie. Darauf Er: «Das wollen wir alle.» Allerdings. Aber die hehren Wünsche fügen sich nicht so einfach in zwei Zimmer auf 50 Quadratmetern «mit Klicklaminat und Linoleum -boden in der Küche, und jeder Schritt macht so ein schreckliches Plastikgeräusch». Damit ist bei Weitem noch nicht das ganze Problemfeld...
und schlägt, schlägt «scheiße» schreiend, da die türe zu, die raus führt ins foyer. und hört man durch die tür, von draußen hört man noch den unmut des besuchers, dem das geschehen da im bühnenraum so wenig ruhe ließ, dass er nicht anders konnte, als den saal dann zu verlassen. nicht ohne es, das publikum, und die akteurInnen da oben auf der bühne seinen unmut über...
