Ermutigt Euch!
Das Theater ist ein utopischer Ort. Gelangen wir also mit dem Theater zu Utopien und finden einen Ausweg aus den Katastrophen?
Das Theater wird uns sicher nicht aus der aktuellen politischen Situation und der Pandemie der Krisen heraushelfen. Wir müssen mit den Schlachten, die auf den politischen Bühnen der letzten Monate stattgefunden haben, einem Rechtsruck, wohin man global sieht, umgehen lernen und Visionen entwickeln, wie wir ihn aufhalten oder rückgängig machen können. In diesem ganzen Prozess steckt von (fast) allen Beteiligten viel Angst.
Und so beschäftige ich mich mit Ängsten. Mit eigenen und denen der anderen. Das Wort «Angst» kommt aus dem Indogermanischen und heißt eng. Tatsächlich kenne ich diese körperlich erlebbare Angst: Der Hals wird eng, die Brust fühlt sich eng an, und ich kann mich nicht mehr mitteilen.
Das Theater ist ein utopischer Ort und ein Ort der Angst. Lampenfieber ist davon nur eine – vielleicht die beste – Form. Wobei Lampen -fieber eigentlich Bewertungsstress ist. Unser Körper reagiert, wenn wir in der Öffentlichkeit sprechen, mit der Ausschüttung von Stresshormonen, die zu Herzrasen, Zittern, Durchfall, Schwitzen oder einem staubtrockenen Mund ...
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Theater heute April 2025
Rubrik: Magazin, Seite 71
von Sabrina Zwach
Philoktetes ist der größte griechische Kämpfer im Krieg um Troja, unbesiegbar und ausgestattet mit einem magischen Bogen. Allerdings leidet er nach einem Schlangenbiss unter einer eiternden und ekelhaft stinkenden Wunde, weswegen die Armee ihn aus Gründen der Kampfmoral auf einer Insel aussetzte. Dumm nur, dass damit auch das Schlachtenglück perdu ist, weswegen...
Kleiner Weltuntergang gefällig? Bitte sehr! Gerade nimmt ein netter Mega -sturm Kurs auf Westeuropa, der alles ratzekahl wegfegen wird bis unters Fundament, Mensch und Tier eingeschlossen. Soweit die Annahme in Theresia Walsers «Die Erwartung», die ausgewähltes Mittelstandspersonal beim letzten Packen und Flüchten ausführlich zu Wort kommen lässt.
Von oben nach...
Mehr Steuern, weniger Ausgaben. Frankreich geht es nicht anders als anderen Ländern, es muss gespart werden. Mit Ach und Krach und viel zu spät hat Premier François Bayrou seinen Staatshaushalt durchgedrückt, der 50 Milliarden Euro einbringen soll, 20 Milliarden über zusätzliche Steuern, 30 Milliarden durch Kürzungen in den Ministerien. Für die Kultur bedeutet das...
