Energie für Gemeinschaftlichkeit
Theater heute Theater der Welt wurde 1979 vom Internationalen Theaterinstitut als «Theater der Nationen» in Hamburg gegründet und hieß ab 1981 in Köln «Theater der Welt». Damals ging es um die dringend nötige Internationalisierung eines sehr selbstzentrierten deutschen Literaturtheaterbetriebs, und das Festival war eine Art Vorreiter. Später wurde es dann ein großes internationales Festival unter anderen internationalen Festivals mit wechselnden thematischen oder formalen Schwerpunkten, um sich abzuheben; mal gelang das besser, mal weniger gut.
2020 kommt Theater der Welt in der zweiten Maihälfte nach Düsseldorf. Was ist daran besonders?
Wilfried Schulz Natürlich leben wir in einer sehr viel vernetzteren Welt, als die Gründer Ivan Nagel und Renate Klett sich das Anfang der 1980er Jahre vorstellen konnten. Trotzdem denke ich, dass im Theater internationale Kontexte nach wie vor nicht selbstverständlich sind. Und was die Zuschauerperspektive angeht, ist es noch komplizierter. Das «normale Publikum» – in Anführungszeichen! – ist es noch weniger selbstverständlich gewohnt, internationale Zusammenhänge wahrzunehmen. Vor allem im Schauspiel, sicher mehr im Tanz. Noch vor wenigen Jahren ...
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Die Beziehung hat sich aufgewärmt. Seit zehn Jahren feiert Augsburg seinen unbequemen Sohn Bertolt Brecht, meist mit künstlerischer Unterstützung aus Berlin. Nach Patrick Wengenroth, der das Brechtfestival von 2017 bis 2019 kuratierte und für neue Spielformen öffnete, haben heuer Jürgen Kuttner und Tom Kühnel die Leitung übernommen und neben anderem gleich einmal...
Aachen, Grenzlandtheater
9. Assous, Das Blaue vom Himmel
R. Fabian Goedecke
Altenburg Gera, THeater
3. Lessing, Emilia Galotti
R. Caro Thum
Augsburg, Theater
23. Stückenetwicklung, Iskhalo somlambo/Der Ruf des Wassers (U)
R. Dorothea Schroeder (Koproduktion mit Ukwanda Puppets & Designs Art Collective)
25. Ionesco, Die Nashörner
R. Susanne Lietzow
Baden-Baden,...
Sie ist eine literarische Ikone des 19. Jahrhunderts. «Madame Bovary», die schmerzhaft unbefriedigte, kitschroman- und kaufsüchtige Landarztgattin, deren Tod aus Enttäuschung von Gustave Flaubert in so kalte, klare Worte gefasst wurde, dass einem beim Lesen das Blut in den Adern gefriert. Ein Roman, der in seiner literarischen Emanzipiertheit die Bühne nicht...
