Endspiel mit Schrecken
Der DHL-Botin sitzt die Verstörung im Nacken. Seit Ewigkeiten irrt sie zeitvertragswidrig durch Vorhanggassen, über Bühnenweiten, auf der Suche nach irgendeinem «Hugendubel». Das Päckchen, das die Botin zu tragen hat, ist seither monströs gewachsen, die Miene kalkiger geschminkt denn je.
Jetzt jedoch steht sie ja wieder vor dem Pförtner, jener vertrauten Instanz, die ihr in Szene eins so unmissverständlich wie ungefähr den Weg durchs Theaterlabyrinth gewiesen hat: «Sie gehen am besten die Treppe hier runter, unter der Bühne durch, vor dem Heizungsraum links abbiegen, dann die Kellertreppe runter, folgen den Schildern zur Probebühne, beim Fahrstuhl noch einmal links, da wo die Requisiten für ‹Die Hose des Kalifen› stehen, dann rechts, das letzte Probebühne-Schild ignorieren Sie und gehen dann von den vier Wegen den, der so leicht rechts unter der Unterführung durchgeht, zum großen Alkoven und dann bei der Monstera die Treppe hoch ... bzw. nein: bei den Requisiten zur ‹Hose des Kalifen› gehen Sie besser links – Quatsch: den mittleren Gang und bei den Toiletten rechts …».
Schrille Theaterbetriebsklamotte
Wohlgemerkt, dieses richtungsweisende Erklärchaos stiftet Michael Stillers ...
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Theater heute März 2024
Rubrik: Neue Stücke, Seite 20
von Stephan Reuter
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