Emoticon des Teufels

Goethe: Faust I am Nationaltheater Weimar

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Es gibt sie ja, diese Stoffe, die man glaubt, zur Genüge gesehen zu haben. «Faust. Der Tragödie erster Teil» wäre da so ein Beispiel. Aber kann man sich wirklich an diesem Stoff sattsehen? Der benachbarte Zuschauer im Saal des Deutschen Nationaltheater Weimar hat immerhin schon vier Inszenierungen des Klassikers gesehen. Die von Regisseur Jan Neumann, da ist er sich schon in der Pause des dreistündigen Stückes sicher, wird die Menge jubeln lassen.

Über dem kräftigen schönen Baum auf der Bühne hängt ein in Seile geschnürter Stein und droht sein Leben auszulöschen.

Und spiegelt damit die Gefahr, die über der Faustschen Tragödie schwebt. Gerade durchlebt der alte Faust eine Sinnkrise, hat nun ach! Philosophie, Ju -risterei und Medizin studiert, und doch mag nichts so richtig von Bedeutung sein. Das junge Ich, das mit seinem athletischen Körper in großen Kreisen um ihn herumrennt, erinnert ihn schmerzlich an die Vergänglichkeit. Doch dann kommt der doppelköpfige Teufel zum Vorschein, mit dessen Hilfe er seinem Leiden ein Ende zu bereiten glaubt.

Jan Neumann setzt in dieser Inszenierung auf eine Doppelbesetzung nicht nur für Faust, gespielt von Sebastian Kowski, der sich, um Margarethe ...

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Theater heute Februar 2025
Rubrik: Chronik, Seite 60
von Anna Hoffmeister

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