Elfenbeinernes Wunschdenken

Gob Squad and Friends «Elephants in Rooms», Hysterisches Globusgefühl «Wir wollen, dass es schön ist» im Hebbel am Ufer HAU1, Ballhaus Ost Berlin

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Ein Mann sitzt auf dem Boden vor einem flachen Tisch mit verschiedenen Bechern und Kännchen. Hinter ihm durch die offene Fensterfront die Veranda, ein Gemüsegarten, der Himmel. Zhao Chuan bereitet seinen Tee schluckweise zu, gießt Wasser in den einen Becher, legt einen Deckel darauf, wartet, filtert in einen anderen Becher, trinkt einen Schluck. Und wieder von vorne. Ein faszinierend umständlicher, aber auch unglaublich beruhigender Vorgang, der sich auf einem von vierzehn Bildschirmen im Foyer des HAU 1 abspielt. Wäre da nicht die scharfe Stimme vom Nachbarscreen.

Sharmistha Saha steht auf ihrem winzigen Mumbaier Balkon und kri -tisiert scharf das neue hindu-nationalistische Einwanderungsgesetz. Und auf dem Bildschirm rechts zupft Berit Stumpf versonnen einen Frühlingsstrauß in Form. Was hat das alles mitein -ander zu tun?

Die Videoinstallation «Elephants in Rooms», die Gob Squad and Friends kurz vor Spielzeitende im HAU1 präsentierten, nimmt auf die Pandemie Bezug: Das Setting aller hier versammelten Videos ist die Privatwohnung, in der sich die Performenden selbst filmen. Stets sind ein Innenraum und ein Fenster sowie der oder die Bewohner:in zu sehen, an so verschiedenen Orten ...

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Theater heute 10 2022
Rubrik: Chronik, Seite 55
von Eva Behrendt

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