Einen hab ich noch
Wann ein Mann ein Mann ist, hat Herbert Grönemeyer aus Bochum schon vor einer Weile geklärt. Diese Männerdämmerung passierte im Zickenbeat und tat etwas weh, vor allem in den Ohren, aber das Leiden hat sich gelohnt: Wir dürfen jetzt weinen und rosa Hemden tragen. Es lag also doch auch ein Sieg in der Niederlage. Etwas länger beschäftigt man sich allerdings mit dem Gang der Götter in die Welt hinab. Wie die Männer werden auch diese erst richtig interessant, wenn sie über ihr drittes Bein stolpern und sich dem Rest der Welt, Mensch oder Frau, etwas gemein machen müssen.
Das Zürcher Schauspielhaus eröffnete die Spielzeit mit drei Männerkomödien, wovon zwei eigentlich Götterschwänke sind oder offenbar so gesehen werden können. Kleists «Amphitryon», Sibylle Bergs Musical «Wünsch dir was» und «Bunbury» von Oscar Wilde. Den alten Wilde gabs flott gekürzt und heterosexuell hochgerüstet im Pfauen (Regie Werner Düggelin). Man kann das im Schauspielführer nachlesen. Die andern Kandidaten um den Preis der gotteslästernden Lustigkeit bedürfen etwas Extra-Erklärung.
Wenn Jupiter die Hose drückt und er in Gestalt des Feldherren Amphitryon in dessen Burg und auf dessen Frau Alkmene steigt, ist ...
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