Ein gutes Maß an Idiotie

Im Wald, am Meer, im Meer, auf Bäumen, in Erdlöchern: Kneehigh Theatre landet mit seinem ländlichen «Tristan & Yseult» am National Theatre und verstärkt den Trend zum ruralen Theater

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Wenn im Juli und August die Temperaturen in für englische Verhältnisse abenteuerliche Höhen steigen, gönnen sich viele erschöpfte Theatermacher die wohlverdiente Sommerpause. Für Kneehigh Theatre aus Cornwall beginnt dann gerade eine seiner intensivsten Arbeitsphasen.

Denn zu welcher Zeit stünden die Chancen günstiger, dem englischen Regen zu entkommen, wenn man Theater auf einer Schafswiese spielt? Oder auf abschüssigen Klippen? Oder in halb unter Wasser stehenden Steinbrüchen? Oder im Wald, am Meer, im Meer, auf Bäumen, in Erdlöchern? In den 25 Jahren seines Bestehens hat das Trüppchen aus Truro auf dem Weg vom lokalen Geheimtip zum international tourenden Exportartikel eine Vorliebe für ungewöhnliche Theaterorte gepflegt. Wenn sie nicht gerade in die doch unbestreitbar konventionellen Räume des Royal National Theatre geladen werden. Wie kürzlich mit «Tristan & Yseult», ihrer – sehr – eigenen Version des mittelalterlichen Epos- und mitteljungen Opernstoffes «Tristan und Isolde». 

Auch dies Stück begann sein Leben unter freiem Himmel, im Sommer 2003 in Restormel Castle und Rufford Abbey. Dieses Jahr buchte es National-Intendant Nick Hytner in sein Cottesloe Studio, doch trotz Dach ...

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Theater heute Oktober 2005
Rubrik: Ausland England, Seite 24
von Patricia Benecke

Vergriffen
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