Ein Artefakt vom ersten Satz an
Barbara Burckhardt Seit Ihrem Episodenfilm «Lichter» (s. TH 4/03) haben Sie verstärkt und wohl mehr als jeder andere deutsche Filmregisseur mit Theaterschauspielern gearbeitet. Manche haben Sie erst fürs Kino entdeckt, wie August Diehl für das Hacker-Drama «23», der auch in «Lichter» spielte, zusammen mit Devid Striesow, den wir vorher auch nur aus dem Theater kannten. Sandra Hüller hat gerade mit ihrer ersten Filmrolle im Siebziger-Jahre-Drama «Requiem», der Vorgeschichte einer Teufelsaustreibung, den Silbernen Bären der Berlinale gewonnen.
Hans-Christian Schmid Ich arbeite sehr gerne mit Theaterschauspielern, würde aber keine so strenge Trennung vornehmen. Es gibt heute viele Überschneidungen von Film und Theater, und ich hatte auch schon Theaterschauspieler in kleineren Rollen, mit denen war es ganz furchtbar kompliziert. Große Theaternamen in kleinen Filmrollen, das kann zu einer gefühlten Unterforderung führen, die schwierig auszutarieren ist. Aber im Verlauf einer jungen Karriere stellt sich schnell heraus, dass es für die Arbeit beim Film von großem Vorteil ist, wenn man die Techniken beherrscht, das Handwerk. Manche jungen Schauspieler stolpern ja zum Film, weil sie ein ...
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Gute Werke!
Sieben neue Stücke, die wichtigsten deutschsprachigen Uraufführungen der letzten zwölf Monate, zeigen ab 13. Mai wieder die Mülheimer Theatertage. Ausgewählt wurden in diesem Jahr aus etwa 150 Werk-Premieren: Händl Klaus «Dunkel lockende Welt» (Münchner Kammerspiele), Elfriede Jelinek «Babel» (Burgtheater Wien), Gert Jonke «Die versunkene Kathedrale»...
Der Kritiker über sich
Ich hatte mich auf die Premiere gefreut. Und hätte gerne über sie geschrieben. Doch das geht jetzt nicht. Statt dessen ist von einem Skandal zu berichten. Ich wurde von einem Schauspieler körperlich genötigt, nach ungefähr zwanzig Minuten das Theater zu verlassen. Dabei rief er mir die schönen deutschen Sätze «Hau ab, du Arsch! Verpiß dich!...
Das Matterhorn hat viele Gesichter. Strahlend weiß vor Postkartenhimmel. Mit rosigem Gipfel, der neugierig aus dem Morgennebel ragt. Grünstichig, sturmumtost und abweisend am späten Nachmittag. Nachts ein kalter Keil in Anthrazit, spitz wie eine Waffe. Thomas Imbach hat zahllose Aufnahmen der Bergikone in seine Filmerzählung «Lenz» geschnitten, immer aus...
