Ehret die Anfänge

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Aus dem kleinen Heiner (Müller), hier 1935 anlässlich der Einschulung vor dem Haus der Großeltern im sächsischen Bräunsdorf, ist nicht nur einer der wichtigsten Schriftsteller und Dramatiker deutscher Sprache geworden, sondern auch ein talentierter Prophet mit Kassandra-Ehrgeiz: «Man muss sich um antikapitalistische Alternativen keine Sorgen machen, weil der Kapitalismus keine Alternative mehr hat, keinen Feind außer sich selbst. Und das verspricht eine interessante Entwicklung.

Im Zusammenhang mit Armut und Elend in vielen Teilen der Welt, mit der Bevöl­kerungsexplosion, mit den ökologischen Katastrophen. Da braucht man sich auch um Utopien keine Sorgen zu machen, höchstens um Apokalypsen.» So Heiner Müller im Gespräch mit Martin Linzer 1991. Heiner Müller, gestorben am 30.12.1995 in Berlin, wäre am 9. Januar 80 Jahre alt geworden. – Man muss nicht an ihn erinnern, um ihn dem Vergessen zu entreißen: Sein Denken und sein Formulierungswitz wirken heute oft schärfer denn je. 

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Theater heute Januar 2009
Rubrik: Foyer, Seite 1
von Franz Wille

Vergriffen
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