Schuss und Gegenschüsse
Fressen oder Fliegen» lauteten die recht prosaischen Handlungsoptionen, unter denen sich, im gesamten HAU-Komplex verteilt, Theater und Bildende Kunst annäherten – installativ, performativ und vor allem gesprächsbereit. Neben den alten HAU-Bekannten Rimini Protokoll, Jérôme Bel und Tim Etchells waren auch Bildende Künstler wie der Fotograf Thomas Demand oder die Kunstkurzfilmerin Keren Cytter zur Überwindung der diskursiven Genregrenzen geladen.
Dabei führte die festivalprogrammatische Videoinstallation unter dem gleichen Titel von Harun Farocki und Antje Ehmann unmittelbar in die Kunst ein, «einen Vogel so zu analysieren, dass man seinen Flug verstehen lernt, und ihn dabei nicht so zu zerlegen, als wolle man ihn essen». Bereits 2006 in Wien erprobten sie unter dem Motto «Kino wie noch nie» die Technik, einzelne Filmsequenzen aus ihrer linearen Abfolge zu lösen und sie im «Schuss-Gegenschuss-Verfahren» auf mehreren Screens dialogisch aufeinander zu beziehen. Dabei erzeugen sie auch im HAU3 eine filmische Montage, die zwar ihren Gegenstand analysiert, die filmische Wirkung dabei aber nicht (gänzlich) zerstört. Zum Sujet des «Mannes, der sich selbst tötet» zitieren sie 38 ...
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Mein Hauptinteresse beim Stückschreiben ist es, Dinge zu zerstören. Dreißig Jahre lang war...
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