Du sollst nicht proben

Das Wiener Schauspielhaus gastiert mit seiner Theaterserie «Die X Gebote» bei der Ruhrtriennale.

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Über die Grenzen der Stadt hinaus wurde das Wiener Schauspielhaus in den letzten drei Spielzeiten vor allem dank der Stücke von Ewald Palmetshofer wahrgenommen, die hier uraufgeführt wurden. Die beim Wiener Publikum beliebtesten Produktionen von Andreas Becks Intendanz aber waren bisher die Theaterserien.

2008, in Becks erster Spielzeit, wurde Hei­mito von Doderers – in unmittelbarer Umgebung des Theaters angesiedelter – Roman «Die Strudlhofstiege» als 12-teilige Soap aufgeführt; im Jahr darauf wurde in der zehnteiligen Serie «Diesseits des Lustprinzips: Freud und die Folgen» einem weiteren «local hero» gehuldigt: Sigmund Freud hatte seine Praxis gleich um die Ecke. In diesem Jahr schließlich brachte das Schauspielhaus «Die X Gebote» auf die Bühne.

Für die Dekalogserie wurde allerdings nicht nur der Spielort gewechselt, sondern auch der Modus modifiziert. Statt in der winzigen Schneiderei wurde die neue Serie im etwas größeren «Nebenhaus» (einem davor als Theaterbar genutzten Raum) gespielt, und während in den ersten Serien die Inszenierungen im Zentrum standen (jede Folge ein anderer Regisseur), so waren es diesmal die Autoren: zehn Gebote, zehn Uraufführungen. Neben Ewald ...

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Theater heute August / September 2010
Rubrik: Festival, Seite 87
von Wolfgang Kralicek

Vergriffen
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