Drei Cent pro Tag
Wir haben in diesen Tagen am Thalia Theater einen Test auf all diese Mutmaßungen, die das Theater irgendwo zwischen Kunst, Quote und Elite verankern, durchgeführt und im Rahmen unseres Festivals «Um alles in der Welt – Lessingtage 2010» gefragt: «Was ist Kultur uns wert?» Die Idee: Jeder zahlt, so viel er will, zwischen null Euro und ad libitum. Der Arme, der Schnorrer und der Schnupperer kriegen also für null Euro auch noch eine im Preis enthaltene Nahverkehrskarte obendrauf.
Die Erfahrungen in Kürze: Schnorrer gab es nicht.
Die meisten orientierten sich an den sonst üblichen Preisen, einige zahlten mehr, wie z.B. eine Schulklasse, die per Gruppenrabatt normalerweise nur 5,50 Euro zahlen müsste, sich aber mit dem Solidarprinzip auseinandersetzend beschloss, erheblich mehr zu zahlen. Das Bewusstsein dafür, dass etwas etwas kosten darf und auch soll, ist also ganz gut entwickelt.
Selbst die von uns veröffentlichte Tatsache, dass das Thalia Theater die mit Abstand höchsten Preise in Deutschland hat, hat das Publikum nicht geschockt, zumal es auf der anderen Seite ein großes Instrumentarium sozialer Preise bereithält. Alle waren am Schluss zufrieden: Das Theater über die ...
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Fernsehen
Freitag, 2.
19.00, Theaterkanal: Theaterlandschaften: Schauspiel Frankfurt – vorgestellt von Esther Schweins – Film von Matthias Schmidt
19.30, Theaterkanal: Hilmar Hoffmann im Gespräch (2007)
Samstag, 3.
17.00, Theaterkanal: Jean-Paul Sartre – Dokumentation (2008) von Dag Freyer
20.30, Theaterkanal: Elf Onkel – ein Film (2009) von Herbert Fritsch, mit...
