Dienst nach Vorschrift

Amina Eisner «Generation Arbeit» (U) am Stadttheater Gießen

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Generationen gegeneinander auszuspielen ist zu einem Lieblingssport der Deutschen geworden – mit Vorliebe die «Gen Z» gegen die «Boomer», und damit vermeintliche Leistungskritische gegen jene, die deutsche Institutionen und Realitäten bis heute prägen. Autorin und Schauspielerin Amina Eisner macht also am Stadttheater Gießen die Probe aufs Exempel. Wie kommen die Generationen eigentlich miteinander zurecht? Denn die meisten Debattenartikel lassen ja gern unter den Tisch fallen, dass es das tagtäglich gibt – das Miteinander der Ungleichen.

In ihrem Stück «Generation Arbeit. Eine gottlose amtliche Komödie», einer Auftragsarbeit für das Stadttheater Gießen, bei dem Eisner auch Ensemblemitglied ist – in «Generation Arbeit» also geht es, quasi sicherheitshalber, gleich auf zwei Ebenen um Arbeit. Angesiedelt ist das Stück im Arbeitsamt, wo Arbeitssuchende beraten und verwaltet werden. Doch die spielen an diesem Abend nur in Form von störenden Anrufen und sich türmenden Akten eine Rolle. Im Mittelpunkt stehen vier Mitarbeiter:innen des Arbeitsamts, sind doch auch sie Berufstätige, mit ihren jeweiligen Bedürfnissen, Konflikten, Krisen.

Wie es sich für eine Komödie gehört, sind alle vier ...

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Theater heute April 2025
Rubrik: Chronik, Seite 58
von Esther Boldt

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