Die wesentlichen Dinge
Aus Theatersicht lässt sich die Berlinale 2018 als voller Erfolg verbuchen. Ausgewiesene Bühnenschauspieler haben – so die zentrale Botschaft vom hauptstädtischen Cineasten-Festival – absolute Hochkonjunktur im deutschen Film; dicht gefolgt von dramatisch komplexitätssteigernden Philosophen. Denn von wegen Jura, Ingenieurswesen, Wirtschaft: Die Trendstreber des Kino-Jahrgangs 2018 studieren die Wissenschaft vom Denken! Auch, wenn man es ihnen nicht immer auf den ersten Blick ansieht.
Dabei entdecken sie unisono einen Theoretiker, den das Theaterbusiness schon seit Jahrzehnten abfeiert, wenn auch mit überwiegendem Akzent auf der ersten Silbe. Nämlich den – um es stellvertretend mit Thomas Bernhards «Alten Meistern» zu sagen – «Voralpenschwachdenker» und «nationalsozialistischen Pumphosenspießer» Martin Heidegger.
Gleich in zwei Filmen mit deutscher Stadttheaterschauspieler-Beteiligung – in Philip Grönings Wettbewerbsbeitrag «Mein Bruder heißt Robert und ist ein Idiot» sowie in Ben Brummers «Feierabendbier» aus der Nachwuchssektion «Perspektive Deutsches Kino» – gehen neben dem besagten After-Work-Gebräu bedeutungsschwere Ontologismen über den Tresen. Wobei – noch mal die «Alten ...
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Theater heute April 2018
Rubrik: Berlinale, Seite 30
von Christine Wahl
Aachen,
Grenzlandtheater
25. Christa, Agilo und Dangl,
Winterrose
R. Udo Schürmer
Aalen, Theater der Stadt
14. Zeh, 203
R. Marcus Krone
28. nach von Bassewitz,
Auf zum Mond
R. Sigfried Hopp
Altenburg/Gera, TPT
22. Kling, Die Känguru-Chroniken
R. Alexander Flache (Gera)
Annaberg, Eduard-von-
Winterstein-Theater
8. Kleist, Das Käthchen von Heilbronn
oder Die Feuerprobe
R. Tamara...
Michael Merschmeier Wenn man die Strukturen mancher Ensembles und Theater-«Familien» durchleuchten würde, kämen viele recht einfache Abhängigkeitsverhältnisse zum Vorschein.
Hannelore Hoger Würde ich auch glauben. Ist eigentlich normal, dass im Berufsalltag auch Liebesverhältnisse entstehen. Die Besetzungscouch von Hollywood war allseits bekannt. Wenn man mit aufs...
Ich traf ihn – Wilfried Minks – in Berlin, wenige Tage vor der Premiere zu Hochhuths «Soldaten», er machte dort das Bühnenbild. Man hatte munkeln gehört, dass der Autor nicht gerade entzückt gewesen sei, als er bei den Proben zum ersten Mal Minks’ Bühne sah, er hatte sich, man kann das auf vielen Seiten Szenen-Beschreibung in der Buchausgabe nachlesen, alles viel...
