Die Verblödung der Menscheit
Der Begriff Anthropozän soll ein neues Erdzeitalter benennen. Das Erdzeitalter, in dem Sie und ich, in dem wir alle längst leben und das wir prägen. Und genau das macht das Anthropozän aus: Es ist das Zeitalter, in dem der Mensch das Schicksal des Planeten maßgeblich bestimmt. 300.000 Jahre gibt es den Homo sapiens auf der Erde. So lange schon sind wir in diese Welt gestellt und müssen mit dieser Tatsache irgendwie umgehen. Und wie schlagen wir uns so? Man könnte argumentieren: schlecht.
Nicht umsonst schwankt die Wissenschaft beim Festlegen des Punktes, an dem das Anthropozän begann, zwischen der Kolonialisierung des amerikanischen Kontinents, dem Beginn der Umweltveränderungen durch die Industrialisierung und der ersten Atombombenexplosion 1945. Und während Wissenschaftler*innen noch über den Anfang des Anthropozäns streiten, ist mit Blick auf (unter anderem) die Klimakatastrophe auch schon wieder das Ende in Sicht.
Aber ist die Menschheitsgeschichte wirklich eine des ewigen Scheiterns? Oder nicht viel mehr eine des immer wieder Versuchens? Diese Frage stellt sich unwillkürlich beim Lesen von Philipp Löhles neuem Stück «Anfang und Ende des Anthropozäns». Wie schon oft wählt ...
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Theater heute Jahrbuch 2021
Rubrik: Neue Stücke, Seite 149
von Fabian Schmidtlein
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