and you will know us by the trail of trash
nature is not natural – and it can never be naturalized
timothy morton
Was wollen wir denn eigentlich von der Natur, die sich gerade wieder aufs Allerdeutlichste durch den Klimawandel zurückmeldet, ohne dass wir eigentlich irgendeine Idee davon haben, was diese Natur denn tatsächlich sein könnte? Also, wir haben natürlich viele Ideen von der Natur, spätestens seit dem 17.
Jahrhundert grüßt uns die Natur eigentlich nur noch aus dem Reich unserer Ideen, die wir uns von ihr gemacht haben, da wird sie in der Klassik und der Romantik mit dem sogenannten Weiblichen zusammengedacht, da tritt dann der sogenannte naturbelassene Wilde mitten in der sogenannten Aufklärung drin auf, den die Aufklärung ja braucht, um sich selbst als ganz und gar unnatürliche Kultur überhaupt erstmal zu setzen und den eigenen herbeigestohlenen Reichtum als selbstgeschaffene, natürlich-kulturelle Errungenschaft, als naturgesetzlichen intellektuellen Vorsprung zu verteidigen, da taucht der eine Körper auf, der naturgemäß mehr Platz in der U-Bahn braucht, wie das historisch ja auch nachgewiesen wurde, dahinter taucht dann auch schon das natürliche Volk auf, und daneben steht ein Schrebergarten samt Natur als ...
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Theater heute Jahrbuch 2021
Rubrik: Zeitenwende, Seite 14
von Thomas Köck
Am 6. Februar 2017 betritt Christine nachmittags einen Supermarkt. Neun Monate war sie trocken. Bei dem Versuch, eine Flasche Wodka aus dem Getränkeregal zu holen, stirbt sie an einer Gehirnblutung. Im Moment ihres Todes lässt Christine ihr Leben Revue passieren. Aufgewachsen in einer Kleinstadt in der nordenglischen Provinz, träumte sie davon, Rudolf Nurejew zu...
Ist die Zeit gerast oder stand sie still? Wann ist Zeit zu Halbwertzeit geworden, die (nicht nur nuklearen) Verfall markiert? War vor dem Anfang schon das Ende da? Diese Fragen stellt sich die göttliche Dreifaltigkeit in Miroslava Svolikovas Stück, in dem, titelgebend, Gott drei Frauen ist. Sie schauen auf die Erde, die ökologisch und mental am Ende zu sein...
Im Jahr 1916 erscheint Franziska Gräfin zu Reventlows Buch «Der Geldkomplex». Es spielt in einem Setting, das wir von Thomas Manns acht Jahre später erschienenem «Zauberberg» gut kennen: einem Sanatorium. Reventlows Hauptfigur leidet, ähnlich wie die Autorin, an permanenter Geldknappheit. Nach neuestem medizinischen Wissensstand der Freudschen Psychoanalyse wird...
