Die souveräne Schauspielerin …
Sie ist erst vor zwei Stunden von einem Gastspiel zurückgekommen, und es war ein großer Abend für Wiebke Puls. Nicht wegen des Erfolgs vor den unbekannten Zuschauern, sondern wegen eines überraschenden Gesprächs mit der begleitenden Kammerspielcrew aus allen Gewerken, das bis spät in die Nacht ging. Und das besonders war, «die Trennlinie zwischen Technik und Kunst hatten wir lange nicht mehr überschritten. Uns fehlte die Muße dazu». Sie ist noch sehr erfüllt davon, denn das war «keine Moser-Runde.
Obwohl es natürlich auch den Abgleich gab: Was hat funktioniert und was nicht an den Münchner Kammerspielen.» Aber dabei blieb es nicht. «Ernsthaft, leidenschaftlich und einander zuhörend» habe man über eine Zukunft gesprochen, «über unser Theater, was es braucht, was wir brauchen und was wir uns wünschen».
Zwanzig Jahre ...
Es ist ein sonniger Sonntagnachmittag, und wir sitzen im edlen Plüschfoyer der «Vier Jahreszeiten», wo das Kännchen Tee 13 Euro kostet und die Kammerspiele in Sichtweite sind. Eine Ausweichspielstätte, das Blaue Haus, die öffentliche Theaterkantine, öffnet erst um 17 Uhr. Wiebke Puls hat die Sandalen von den Füßen gestreift und sitzt entspannt und konzentriert im ...
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Theater heute Jahrbuch 2018
Rubrik: Schauspieler*innen des Jahres, Seite 108
von Barbara Burckhardt
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