Billiger sterben
In Svenja Viola Bungartens Debütstück kommt das Schicksal charmant und leichtfüßig daher. Mit der großen Frage des Lebens, ob es das nun schon gewesen sei, stehen Ute K. und Beate des nachts an der Straße. Es sind zwei ältere Frauen, die vielleicht das Schönste in ihrem Leben noch vor sich haben. Hoffen sie jedenfalls. Sie glauben daran und arbeiten dafür, dass das Beste noch kommt.
Sie wollen nach Okinawa, dort in der Sonne sitzen, vor sich hin schrumpeln und uralt wer-den, zu zweit. Doch da ist noch der Willi, Ute K.
s Ehemann, der seit zwei Jahren krank im Sessel sitzt und am liebsten Unterwasserdokumentationen schaut. Doch für Beate ist das kein Hindernis. Sie liebt Ute K. – und eine große Liebe kann man nicht aufhalten. Weil die Rente zu klein ist, beginnen Ute K. und Beate mit Medikamenten, die eigentlich für Willi bestimmt sind, zu dealen. So wollen sie ihre Reisekasse auffüllen. Doch bevor der gemeinsame Lebensabend finanziert ist, stirbt Willi. Er muss unter die Erde. Dringend! Doch Totsein ist teuer. Und das Ersparte ist hart verdient. Auf der Suche nach der günstigsten Bestattungsvariante finden die beiden Frauen das Bestattungsinstitut Jason und Piotr Nagel: «Death ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von Theater heute? Loggen Sie sich hier ein
- Alle Theater-heute-Artikel online lesen
- Zugang zur Theater-heute-App und zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von Theater heute
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Theater heute Jahrbuch 2018
Rubrik: Neue Stücke der neuen Spielzeit, Seite 167
von Barbara Bily
Du bist Schauspieler des Jahres, und das ist fantastisch. Du hast es verdient. Du hättest es auch schon früher verdient (aber dazu später noch mal mehr). Jetzt bist du es, und das freut mich total. Gefeliciteerd.
Schauspieler des Jahres. Oder muss ich das Wort Performer benutzen? Performer des Jahres? Künstler des Jahres.
Vielleicht muss ich kurz erklären: Ich...
Auf Tripadvisor hätte das Hotel Strindberg schlechte Karten. Die Zimmer sind zwar auf Vier-Sterne-Niveau ausgestattet, aber leider nur über ein Notstiegenhaus zu erreichen; der Aufzug ist nämlich schon seit Jahren defekt, und anscheinend denkt man gar nicht daran, ihn reparieren zu lassen. Auch, dass es sich im Prinzip um ein Nichtraucherhotel handelt, wird hier...
Eine neue deutsche Leitkultur, das klingt aber therapeutisch! Als könnte man etwas erfinden, das alle Probleme löst. Und solange man es nicht gefunden hat, ist es auch in Ordnung, dass die Probleme da sind. Es kann ja gar nicht anders sein, ohne die größte und beste Erfindung. Eine Art gesellschaftlicher Weltformel. Und klar, das Wort kann gar nicht anders als auch...
