Die Macht der Bilder

Gerhild Steinbuch ein neues Stück, noch ohne Titel

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Digital produzierte und verbreitete Bilder prägen wie kaum ein anderes Phänomen die Kultur unseres Zeitalters und bringen sie zugleich zum Ausdruck; ja, sie bedingen gar eine neue Form des Denkens, der Kommunikation und Konstruktion von Welt. Das war eine aufregende Erkenntnis der Medienphilosophie in den 1970er und 80er Jahren, die heutigen Kulturwissenschaftler:innen kaum noch ein wissendes Lächeln entlockt.

 

Dabei wird leicht übersehen: Das Internet, mit dem sich Jean Baudrillard, Villém Flusser, Friedrich Kittler und andere auseinandersetzten, war nicht nur technologisch ein anderes Phänomen als unser heutiges Medium. Stärker noch als die zugrundeliegenden Technologien haben sich in den vergangenen vierzig Jahren die Offline-Aspekte digitaler Kommunikation verändert; angefangen von den meta-politischen Strukturen der beteiligten Konzerne und Institutionen bis hin zum Verbreitungsgrad und den Handlungsvorgaben digitaler Endgeräte. Die Theoretiker der 1980er Jahre (in der Mehrzahl Männer), die teils glühende Utopien aus den demokratisierenden und egalitären Momenten digitaler Kommunikation entwickelten, würden angesichts der heutigen globalen Marktmacht von vier bis fünf ...

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Theater heute Jahrbuch 2021
Rubrik: Neue Stücke, Seite 156
von Alexander Leiffheidt

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