Die Kunst der Bühne
Der Name klingt holprig und ist zudem schief. «Bühnenbild» – eines jener deutschen Doppelworte, das zwei Begriffe, die nicht so recht zusammenpassen, schamlos hintereinanderhängt in der Hoffnung, dass die dadurch erreichte Verwirrung ausreicht, von unangenehmen Nachfragen abzuhalten. Mit Bildern jedenfalls hat das, was auf den interessanteren deutschen Bühnen neben oder hinter den Schauspielern zu sehen ist, nur sehr wenig zu tun.
In den letzten drei, vier Jahrzehnten haben sich die Ansprüche von Theaterleuten und Publikum an die – nehmen wir mal ein Fremdwort – «Szenografie» wesentlich geändert. Die Nachlässigkeit gegenüber einem neben der Schauspielerei und der Regie oft als zweitrangig empfundenem Kunst(gewerbe) ist intensiver Aufmerksamkeit gewichen. Das «Bühnenbild» gilt als gleichwertiger, integraler Bestandteil der Aufführung. Ein ungeachtet von Stück und Inszenierung gleichbleibender «Stil» des Ausstatters genügten nicht mehr den spätestens in den Sechzigern aufkommenden Erwartungen, dass der Bühnenbildner Mit-Autor einer Inszenierung sein solle.
Und wer kennt die Bühnenbildner besser als Dramaturgen, die ebenfalls an der Schnittstelle zu Regie und Schauspielern ...
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Gelegentlich schreibt Marianne Freidig Excel-Dialoge, als gehe es um Zahlenkolonnen in Bankkonten. Da ist dann alles, was szenische Plaudertaschen so von sich geben können, parallel gelistet, als habe der Buchhalter eines alles andere als herrschaftsfreien Diskurses statistisch erfasst, wer hier gerade wessen verbale Geltungsansprüche nicht respektiert. Wechselt...
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Plötzlich steht sie wieder vor der Tür: Die Frau, der man vor über 20 Jahren einen glücklichen Sommer lang ewige Liebe geschworen hat. Inzwischen ist Frank seit 19 Jahren gründlich verheiratet, was sich am deutlichsten dadurch zeigt, dass er ein ganzes Stück lang nicht eine Sekunde darüber nachdenkt, ob er damit eigentlich froh ist.
Andererseits kommt er gar nicht...
