Die Kontrakte des Kaufmanns

Das Stück zur Krise hat Elfriede Jelinek schon geschrieben: eine Wirtschaftskomödie über die Wirtschafts-und Finanzströme, die Korruption der Manager und die Gier der Kleinanleger. Die Premiere wird im April am Schauspiel Köln sein.

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Ich spiele auf Ihnen wie auf einem Instrument, die richtigen Töne werde ich irgendwann schon aus Ihnen herausbekommen. Ich verstehe, Sie sind also weder Hellseher noch Spekulant, Sie sind überhaupt unschuldig, haben Sie dem noch etwas hinzuzufügen? Fast erreicht und doch gescheitert, fast hätten wir die Bank saniert gehabt, wenn wir nicht gescheitert wären – sowas kriegen Sie Ihr Leben nicht mehr aus sich heraus, da kriegen Sie eher Ihr Leben aus sich heraus als das! Wollen Sie mir das nicht erklären? Das kann ich nicht erklären.

Ich kann es mir nicht erklären, daß die Gewerkschaft über ein paar Scheinfirmen, welche formlos in Form einer Stiftung in Liechtenstein eingebracht worden waren, das Nichts ins Nichts, vom Nichts ins Nichts, hart zwischen Nichts und Nichts, die Firma Refco besessen hat!, ich kann es mir nicht erklären: Dort sind die, die alles haben, eine Gewerkschaft also, hier die anderen, die nicht erklären können, woher sie es haben. Woher nehmen? Eine Gewerkschaft, die für ein paar Monate sogar Mehrheitseigentümerin der Refco war! Wie konnte so etwas geschehen? Hopperla, wie ist das passiert? Wie kann es geschehen, daß eine Gewerkschaft eine Heuschrecke besitzt, sie ...

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Theater heute März 2009
Rubrik: Krise des Kapitals, Seite 14
von Elfriede Jelinek

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«Man fühlt sich wie der liebe Gott persönlich»

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Andrea Breth Mmmh … nach meinem Privatleben.

Gut, aber vielleicht möchten Sie etwas über Ihr Elternhaus erzählen?

Ich habe zu meinen Eltern immer einen ganz innigen Kontakt gehabt. Eine Familienzerstörung oder ein Sich-von-der-Familie-Abwenden kam bei uns nicht vor.

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