Die große Veränderung

Yael Ronen im Gespräch über «Third Generation – Next Generation», über die neuen Konflikte in Israel, Palästina und Europa, über Antisemitismus und politische Kritik, über künstlerische Arbeit in Israel und das Wetter in Berlin

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Franz Wille Eigentlich wollten wir «Third Generation – Next Generation» schon direkt nach der Premiere im Maiheft abdrucken, aber dann gab es Probleme. Welche Probleme waren das? 

Yael Ronen Gleich nach der Premiere war alles noch sehr frisch, und bevor wir den Text in eine größere Öffentlichkeit bringen, wollte ich sichergehen, dass wirklich alle Beteiligten mit dem Ergebnis glücklich und zufrieden sind.

Es war auch gerade die Zeit der israelischen Wahlen, die Stimmung war sehr angespannt, und es gab auch kritische Reaktionen von jüdischen Zuschauer*innen in Berlin auf unsere Inszenierung.

FW Was wurde kritisiert?

Ronen Dass die Inszenierung zu pro-palästinensisch sei und nicht beide Seiten ausgewogen gewichtet würden. 

FW Zu einseitig?

Ronen Ja, dazu muss man wissen, dass die Haltungen von Juden, die in Europa leben und solchen, die in Israel leben, sehr unterschiedlich sein können. Sie unterscheiden sich auch unter den europäischen Juden. Beispielsweise sind britische Juden viel mehr pro-palästinensisch als in anderen Ländern. Aber natürlich gibt es unterschiedliche Empfindlichkeiten und Perspektiven, vor allem was die Unterscheidung zwischen Antisemitismus einerseits und ...

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Theater heute Juli 2019
Rubrik: Das Stück, Seite 48
von Franz Wille

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