Die geteilte Seele von Bengaluru

Die südindische Metropole Bengaluru, einst Bangalore genannt, erlebt einen rasanten Globalisierungsprozess. Zwei Theater reflektieren in Stücken und Inszenierungen diese Entwicklung – ein Report

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Heute Bengaluru, vor fünf Jahren hieß es noch Bangalore, im 12. Jahrhundert Benda Kaaluru. Benda Kaalu waren «Baked Beans», die einer Legende nach eine alte Frau dem König Veera Ballala anbot, als er beim Jagen im Wald verlorenging. Aus Dankbarkeit erbaute er an dieser Stelle: Bendakaulluru.

Es ist eines dieser merkwürdigen, indische Zeitbrüche integrierenden Motive, dass eine mythische vorkoloniale Figur in einer Legende ein britisches Gericht anbietet. Heute ist Bengaluru eine der am schnellsten wachsenden Metropolen Asiens.

Noch vor zehn Jahren lag im südindischen Staat Karnataka eine verschlafene und entspannte Zwei-Millionen-Stadt, bekannt für ihre großen Parks und vielen Seen. Heute navigiert man durch eine infrastrukturell völlig überlastete Acht-Millionen-IT-Metropole. Seit drei Jahren beobachte ich die Entwicklungen um einen neuen Wohnkomplex am Rande Bengalurus. Anfang der Nuller Jahre standen hier noch Kokospalmen, und Bauern bauten Bananen an. In den letzten Jahren sind hier mehr als 200.000 neue Appartements in riesigen Anlagen entstanden, die Luxury Garden und Deluxe Viewpoint Lakeview heißen und mit Fitness-Studios, Spielplätzen und Badmintonfeldern exklusives Wohnen ...

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Theater heute August/September 2013
Rubrik: Ausland, Seite 42
von Sophia Stepf

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