«Tanzt die Kulturprogramme weg!»

Neun Fragen an den Bildenden Künstler Jonathan Meese, der für die Mannheimer Schillertage strammtanzte

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Judith Engel Mag Meese eigentlich Schiller?

Jonathan Meese Schiller ist «Totalstspiel». Schiller spielt, Schiller vitalisiert. Schiller ist ohne Ideologie. Meese mag Schiller, weil Schiller Distanz ist. Schiller ist keinerlei soziale Nähe, Schiller ist kein soziales Netzwerk, Schiller ist kein Kulturkampf, kein Straßenkampf und kein Klassenkampf. Meese mag Schiller totalst und hält Distanz. Meese mag Schiller so sehr, dass Meese niemals vor Schiller «niederknien» würde, das ist größte Liebe.

Meese kann vor Schiller nur to­talstrespektvollst «strammstehen».

JE Warum?

Meese Schiller ist, wie Meese ein «Bauernopfer» der Ideolog(I)en, ist doch grandios, da muss man durch. Schiller ist, wie Meese oder Alex de Large, vollkommenster Realitätsverweigerer. Schiller ist «totalste UNWÄHLBARKEIT».

JE Ist Schiller wie Meese «Ameise der Kunst»?

Meese Schiller ist natürlichst, wie Meese Ameise. Schiller metabolisiert ... Schiller ist Ameisenhaufen, Ameisensäure, Ameisenstaat und Ameisenmeesi. Schiller ist Chefsache «Kunst», also «Erzdrohne». Schiller ist BABYANIMALISMUS der «ERZKUNST».

JE Schiller verortet man eher im Spiel als im Tanz. Was kann Tanz, was Spiel nicht kann oder ist es dasselbe?

Me ...

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Theater heute August/September 2013
Rubrik: Foyer, Seite 1
von Judith Engel

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