Die Flexibilität von Cupcake
René Pollesch hat Helene Hegemann und Kamerafrau Kathrin Krottenthaler im Rahmen des Mentorenprogramms «Connect Connect» für dieses Theaterprojekt am FFT ausgewählt. Ein Text ist dabei nicht herausgesprungen, dafür ein bunt popkultureller Abend, den Hegemann mit ein paar Freunden performt, die allesamt frei von Schauspielerfahrung zu sein scheinen. Ganz in ihrem Sinne, denn, wie sie in einem Interview sagt, mag sie «Leute mit Profi-Gehabe nicht, die so tun, als würden sie auf der Bühne mit einer Rolle verschmelzen».
Auch wolle sie auf keinen Fall versuchen, «aus irgendeinem Text eine weltbewegende Wahrheit zu quetschen». Sie habe einfach ihren Freunden, die Geld brauchten, einen Job besorgen wollen, «also machen wir das jetzt und haben ein bisschen Spaß dabei».
Das klingt natürlich ein wenig kokett, trifft aber den Nagel auf den Kopf. Hochgeschraubte Erwartungen an die 19-jährige Hegemann, deren Name vor knapp zwei Jahren die Feuilletons aufgrund ihres breit angelegten Intertextes «Axolotl Roadkill» heiß laufen ließ, sind hier fehl am Platze. Kein Coming-of-age-Stück, kein wilder Punkrock, vielmehr folgt die Gruppe mit jugendlichem Welpencharme ein wenig brav den Spuren ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von Theater heute? Loggen Sie sich hier ein
- Alle Theater-heute-Artikel online lesen
- Zugang zur Theater-heute-App und zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von Theater heute
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Theater heute Januar 2012
Rubrik: Chronik, Seite 55
von Natalie Bloch
Pläne der Redaktion:
Milo Raus Hate Radio
Jürgen Kuttner
Armin Petras China-Reise
Impressum
Die Theaterzeitschrift
im 53. Jahrgang
Gegründet von
Erhard Friedrich und Henning Rischbieter
Herausgeber
Friedrich Berlin Verlag
Redaktion
Eva Behrendt
Barbara Burckhardt
Franz Wille (V.i.S.d.P.)
Mitarbeit
Marion Schamuthe
Gestaltung
Christian Henjes
Designkonzept
Ludwig Wendt Art...
Eine grüne Drehbühne, im Hintergrund eine runde Bildprojektion. Vorn ein Stehpult für die Hauptdarsteller: Erst spricht der Bundespräsident, dann die Kanzlerin und jetzt der Ministerpräsident von Baden-Württemberg. Er dreht und wendet etwas linkisch das Manuskript, bevor er anfängt. Dafür gibt es vom gefüllten Auditorium des Badischen Staatstheaters Szenenapplaus....
Eine Erinnerung, verschwommene Bilder, die Stimme des sich erinnernden Mediums aus dem Off, während die Vergangenheit in einer von unendlich vielen subjektiven Versionen in verschwimmenden Bildern wieder auflebt. Ein klassischer Filmmoment, der durch die Montage der Bilder und Töne im Kino erfahrbar wird. Und tatsächlich auch der magischste Moment des Mainzer...
