Die Dramaturgin, die sichtbar wurde
Sie war Dramaturgin, Übersetzerin, Produzentin, eine Kämpferin und Aktivistin. Sie setzte sich ein für die Rechte der Unterdrückten. Ob die Unterdrückung von der Regierung kam oder von einem Facebook-Post, egal: Anna Lengyel ergriff stets sehr energisch Partei bei öffentlichen Diskussionen.
Zur Welt kam sie in Budapest, in einer bekannten Literatenfamilie. Als sie sich für das Studium der Dramaturgie an der Theaterakademie bewarb, verbarg sie ihre Herkunft; sie wollte wegen ihrer eigenen Leistungen akzeptiert werden, eine Praxis, die sie lange beibehielt.
Bekannt für ihre exzellenten englischen und deutschen Sprachkenntnisse baute sie sich seit frühen Studentenjahren eine internationale Karriere auf. Von 1994 bis 2002 arbeitete sie als Dramaturgin für das legendäre Theater Kaposvár und eng u.a. mit Tamás Ascher und István Eörsi zusammen. Ascher nannte sie ihren Meister.
Die Jahre 2004 bis 2008 waren geprägt von der Zusammenarbeit mit einer anderen legendären Gruppe, dem Krétakör-Theater, geleitet von Árpád Schilling; es waren die besten Jahre des Krétakör. Im Jahr 2008 wandte sie sich dann eigenen Projekten in der Freien Szene zu und brachte als Gründerin und Produzentin von ...
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Theater heute Juni 2021
Rubrik: Nachruf, Seite 63
von Andrea Tompa
Im letzten Jahr hatten sie es noch haarscharf geschafft: Knapp bevor die erste Welle der Pandemie sämtliche kulturellen Aktivitäten hinwegspülte, ging Carlo Chatrians und Marietta Rissenbeeks erste Berlinale mit allem Drum und Dran über die Live-Bühne, deutlich zurückhaltender und ästhetisch herausfordernder allerdings, als man es von Vorgänger Dieter Kosslick...
ANSBACH, THEATER
19. Krauße/Sindlinger, C.C. Mätressen (analog)
R. Axel Krauße
www.theater-ansbach.de
AUGSBURG, SENSEMBLE THEATER
10. Seidel, Wahlschlacht (analog)
R. Sebastian Seidel
www.sensemble.de
AUGSBURG, THEATER
17. nach Rostand, Cyrano de Bergerac (analog)
R. David Ortmann
www.staatstheater-augsburg.de
BADEN-BADEN, THEATER
13. Placey, Mädchen wie die...
Erst auf Seite 125 fällt zum ersten Mal ein Wort, das nach Thomas-Bernhard-Sprache klingt. Das hat es dann aber gleich in sich: «Gesellschaftsunvereinbarkeit». Damit trifft Peter Fabjan, der jüngere Halbbruder des Schriftstellers und dessen lebenslanger Begleiter, nicht nur Bernhard, sondern auch sich selbst: «Wir leben in Parallelwelten mit unterschiedlicher...
