Gewaltsam Glück und Frieden
Diese schöne neue Welt erwartet uns: Virtuelle Hauswirtschafterinnen, die uns mit zur Stimmungslage passender Musik beschallen, unsere nächsten Mahlzeiten planen und die Zutaten direkt bestellen. Kinder, die bereits in der Schwangerschaft mithilfe eines Genmodifikationsprogramms optimiert werden – zumindest, wenn die Eltern über das notwendige Kleingeld verfügen. Drohnenkrieger, die aus dem Homeoffice heraus fremde Länder bombardieren. Begegnungen, die fast ausschließlich via Bildschirm stattfinden.
Und ein Staat, der jede Bewegung seiner Bürger*innen überwacht, selbstverständlich aus Umsicht und aus Fürsorge.
Diese Dystopie entwirft der Hongkonger Autor und Regisseur Pat To Yan in seinem Stück «Eine posthumane Geschichte», das im Rahmen des biennalen Festivals «Frankfurter Positionen» der BHF-Bank-Stiftung am Schauspiel Frankfurt uraufgeführt wurde – als Theaterfilm in der Regie von Jessica Glause. Es ist der zweite Teil der Trilogie «Posthuman Journey», in der der Hongkonger Autor und Regisseur erforscht, was es in naher Zukunft heißen könnte, ein Mensch zu sein. Der erste Teil, «Eine kurze Chronik des künftigen Chinas» (abgedruckt in TH 7/20) wurde 2016 zum Berliner ...
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Theater heute Juni 2021
Rubrik: Aufführungen, Seite 53
von Esther Boldt
Theater heute
Die Theaterzeitschrift im 62. Jahrgang
Gegründet von Erhard Friedrich und Henning Rischbieter
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Der Theaterverlag – Friedrich Berlin
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Eva Behrendt
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Das wahre Happening spielte sich vor dem Theater ab. Die Basler Kasernenwiese an diesem ersten frühsommerlichen Freitagabend nach dem Ende eines zermürbenden Kultur- und Freizeit-Lockdowns: bunt bevölkert, Straßencafés und Außenbars geöffnet. Eine Ahnung von der Leichtigkeit des Seins im Real Life liegt in der Luft. So wie früher, vor Corona. Beinahe. Denn am...
Eva Behrendt Sie nutzen gerade Ihr Forschungssemester, um möglichst viel durch Deutschland zu wandern, Interviews mit Menschen auf der Strecke zu machen und am Ende ein Buch zu schreiben. Ist das die neue Corona-bedingte Wanderlust, oder haben Sie dabei vor allem Theater im Hinterkopf?
Stefanie Wenner Ich habe mich jetzt zwei Jahre lang damit befasst, wie Kultur...
