Gewaltsam Glück und Frieden

Pat To Yans «Eine posthumane Geschichte», als Theaterfilm uraufgeführt am Schauspiel Frankfurt

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Diese schöne neue Welt erwartet uns: Virtuelle Hauswirtschafterinnen, die uns mit zur Stimmungslage passender Musik beschallen, unsere nächsten Mahlzeiten planen und die Zutaten direkt bestellen. Kinder, die bereits in der Schwangerschaft mithilfe eines Genmodifikationsprogramms optimiert werden – zumindest, wenn die Eltern über das notwendige Kleingeld verfügen. Drohnenkrieger, die aus dem Homeoffice heraus fremde Länder bombardieren. Begegnungen, die fast ausschließlich via Bildschirm stattfinden.

Und ein Staat, der jede Bewegung seiner Bürger*innen überwacht, selbstverständlich aus Umsicht und aus Fürsorge. 

Diese Dystopie entwirft der Hongkonger Autor und Regisseur Pat To Yan in seinem Stück «Eine posthumane Geschichte», das im Rahmen des biennalen Festivals «Frankfurter Positionen» der BHF-Bank-Stiftung am Schauspiel Frankfurt uraufgeführt wurde – als Theaterfilm in der Regie von Jessica Glause. Es ist der zweite Teil der Trilogie «Posthuman Journey», in der der Hongkonger Autor und Regisseur erforscht, was es in naher Zukunft heißen könnte, ein Mensch zu sein. Der erste Teil, «Eine kurze Chronik des künftigen Chinas» (abgedruckt in TH 7/20) wurde 2016 zum Berliner ...

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Theater heute Juni 2021
Rubrik: Aufführungen, Seite 53
von Esther Boldt

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