Die Ausgesetzten
Die kleine Balletttänzerin nimmt den berühmten Komponisten mit nach Hause. Der Komponist schreibt gerade ein neues Werk, eine Ballettmusik, so modern, dass der Großteil des Publikums es nicht verstehen wird, ein Erfolg wird es dennoch werden, weil er nicht von ungefähr so berühmt ist, ihm gelingt alles.
Jedenfalls soll sie die Hauptrolle tanzen, nur ein Titel fehlt noch, mal überlegen … «Schwanensee»? «Mein Schwanensee?» Oder doch lieber «Leidenschaft im Teich»? Sie hat Zweifel, «Schwanensee», gab es da nicht schonmal was? Aber, haha, die kleine Tänzerin, was weiß die schon?
Christoph Marthaler hat seine Trilogie der weltabgewandten Schriftsteller:innen im Malersaal des Deutschen Schauspielhauses Hamburg abgeschlossen, nach Friedrich Hölderlin («Die Sorglosschlafenden, die Frischaufgeblühten», 2021) und Emily Dickinson («Im Namen der Brise», 2023) geht es in «Mein Schwanensee» um Elfriede Jelinek. Wobei Jelineks Eigenbrötlerinnentum ja bei genauer Betrachtung anders gelagert ist als bei den Vorgänger:innen, weil es im Grunde in einer kaum erträglichen Weltzugewandtheit fußt.
Allerdings scheint es der Inszenierung gar nicht primär um die leidende, scharfblickende Weltbeobachterin ...
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Theater heute Dezember 2025
Rubrik: Aufführungen, Seite 18
von Falk Schreiber
AACHEN, GRENZLANDTHEATER
5. nach Hub, Das letzte Schaf
R. Anja Junski
ANNABERG-BUCHHOLZ, ERZGEBIRGISCHE THEATER
13. Krasznay-Krausz, Die gelbe Lilie (DE)
R. Christian von Götz
AUGSBURG, STAATSTHEATER
13. Baudy, Tatort Augsburg Folge 9: Walsturz (U)
R. David Ortmann
BASEL, THEATER
12. Schamoni und Ensemble, Die Ritter des Mutterkorns
R. Rocko Schamoni
BAUTZEN,...
Man könnte Mesut Özil einiges vorhalten. Vielleicht, dass er sich als Fußball-Ausnahmetalent nicht auf sein Ausnahmetalent beschränkt, sondern ikonische politische Statements veröffentlicht hat. Dass er sich 2018 mit dem türkischen Präsidenten Erdogan hat fotografieren lassen, nachdem der gerade sein Land in ein autoritäres Terrorregime verwandelt, Tausende...
Queerfeministische Power und sanft humanistische Komödiantik: Mit der Wahl von Pınar Karabulut und Rafael Sanchez zu seinen neuen regieführenden Kointendant:innen beweist das Zürcher Schauspielhaus eine Lust auf so starke wie stark unterschiedliche Handschriften. Mit Inszenierungen von Marie Schleef und Claudia Bossard in der Auftaktwoche spannte sich der...
