Die alte und die neue Zeit

In Zürich sucht Stefan Kaegi nach einer familienfreundlichen «Zauber- formel», und die neue Ko-Intendantin stellt sich mit Tomasi di Lampedusas Zeitenwende-Klassiker «Il Gattopardo» («Der Leopard») vor

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Als «Zauberformel» bezeichnen die Schweizer:innen das eingespielte Proporzverhältnis im Bundesrat, der Regierung, mit abgezählten Sitzen für die wichtigsten Parteien. Sie garantiert die typische helvetische Verlangsamung der Prozesse und eine gewisse Stabilität der Verhältnisse. Dass es um Letztere gleichwohl nicht zum Besten steht, weiß allerdings jedes Kind. Jedenfalls in Stefan Kaegis Familienstück «Die Zauberformel von Zürich».

«Halt die Klappe, du Märchenonkel», rufen da Momodou Aegerter, Saanvi Burla, Juri Fischer, Sarah Gozzer, Kuzma Ignatiev, Hanna-Narin Karatas, Clara Ocean Senn und Lisa Zutavern dem Schauspieler zu, der sie wie stets noch Ende Jahr mit einem Weihnachtsmärchen auf der Bühne entzücken will. Kein «Tischlein, deck dich!», denn was hat das schon mit unserer Welt zu tun? «Liebe Erwachsene, ihr erzählt, dass im Wald ein Wolf sei, aber da gibt es nur Pfadfinder und Hundekot.» Die Kinder fordern ein, ernstgenommen zu werden, und zählen gleich mal auf, worüber sich alles wirklich zu sprechen lohnte: die Mietzinse in Zürich zum Beispiel und der knappe Wohnraum, Obdachlosigkeit, Rentensicherheit, schmelzende Gletscher, der Ukraine-Krieg.

Wie wär’s mit einem ...

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Theater heute Januar 2026
Rubrik: Aufführungen, Seite 25
von Andreas Klaeui

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