Dialektik des Größenwahns

Im Hamburger Thalia Theater trifft Toshiki Okada auf «Doughnuts», und Überraschungsgast Kirill Serebrennikov erscheint Tschechows «Der schwarze Mönch»

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Wenn nur dieser Nebel nicht wäre. Dabei ist die Welt doch schon ohne ihn kompliziert genug. Und die Zeit drängt, schließlich fängt die Konferenz gleich an. Worum es geht? Irgendwas ganz Wichtiges mit Zukunftsperspektiven, Veränderungen der Weltlage, hochkomplex naturgemäß und auch gar nicht so einfach zu beschreiben. Wobei man Zukunft genaugenommen nicht vorhersagen kann, aber trotzdem versuchen muss, es hängt doch so viel dran: paradoxe Verhältnisse eben, aber eine Herausforderung nur für die Besten ihres Fachs.

Man kennt sich untereinander mindestens von der letzten internationalen Konferenz, gerade gelandet, Zehn-Stunden-Flug, danke, bestens. Und das Hotel ist auch sehr angenehm, 22 Stockwerke mit ausgeklügelter Lift-Infrastruktur und diesem angenehmen Duft von Exklusivität. 

Toshiki Okada hat in «Doughnuts» eine illustre Gruppe international aktiver Highperformer in einem Hotelfoyer versammelt. Weltgewandte Kosmopoliten, akademische oder Business-Elite oder beides, man weiß nicht so genau. Nur eine Banalität hält sie auf – das Taxi kommt einfach nicht, womöglich wegen des Nebels draußen. Was beibt, ist Warten und Schauen. Und es gibt eine Menge zu sehen. 

Herr Iwamoto (André ...

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Theater heute März 2022
Rubrik: Aufführungen, Seite 8
von Franz Wille

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