Der Trip in die Kugel
Schafe, alles Schafe», denkt Peter Bender oft in einer Art aufgebrachtem Mitleid, wenn er im Worms der 1920er Jahre die anderen Menschen an sich vorbeieilen sieht. Ihnen allen, diesen bedauernswerten Geschöpfen, fehlt nicht nur jede tiefere Einsicht in die Materie, sondern sie unternehmen auch keinerlei Anstrengung, zu selbiger zu gelangen! Für die träge Gleichgültigkeit, in der sie sich zeit ihres Lebens mit der Behauptung abspeisen lassen, sie lebten auf einer Kugel, hat der Schriftsteller Bender, der Protagonist von Clemens J.
Setz’ jüngstem Roman «Monde vor der Landung», nur milderhabene Verachtung übrig.
Bender ist ein führender Verfechter der so genannten «Hohlwelt-Theorie». Die verortet – quasi im diametralen Gegensatz zum kopernikanischen Weltbild – die Menschheit nicht auf, sondern in einer Kugel. Außerhalb dieses Rundkörpers gibt es jener Theorie zufolge – nichts.
Peter Bender existierte tatsächlich – genau wie die nämliche Theorie. Und Setz hat auch gründlich recherchiert und spielt insofern mit dem dokumentarischen Vorbild, als er Faksimiles der (raren) Dokumente in seinen Roman einspeist, die vom realen Peter Bender existieren. Dass die Einzelheiten seiner ...
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Theater heute Dezember 2023
Rubrik: Bücher, Seite 52
von Christine Wahl
»Ich bin der Haß«
SOHN
DIE LIEBENDEN
BEA
RAMIN
DAHEIM
VATER
MUTTER
KIND
SOHN
TOCHTER
STIMMEN UND GESICHTER
Nachtleben Berlin; Bohème Krölpa: Uwe, Freya, Frau von Loewen, Gerry, Marc; Großfamilie München; Familie abends Dresden; Jahre, Jahre
JETZT
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Prolog
I Party
II Liebe
III Freunde
IV Familie
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ORT Deutschland
ZEIT Im Herbst
PROLOG
Schläge Schreie Rufe
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Dracula ist der wohl berühmteste Vampir der Mediengeschichte: ein Monster aus der Walachei oder Transsylvanien. Der Urvater aller Vampire verbreitet Angst und Schrecken, hat spitze Zähne und einen langen schwarzen Umhang. Vielleicht ist er auch ein bisschen geheimnisvoll und sexy? Vor allem aber unheimlich!
In Johanna Wehners Frankfurter Inszenierung geht es...
Wo Molière draufsteht, ist Komödie drin. Erst recht, wenn sich ein Schauspieler, Regisseur und Superkomödiant wie Bruno Cathomas der Sache annimmt. In Bern beugt er sich über Molières «Amphitryon», Kleists Vorläuferdrama, und erst einmal fällt im Theater der Strom aus. Das Notstromaggregat will auch nicht so recht, der Darsteller des Merkur steckt in der Deutschen...
