Die Kinder mögen es

Showcase Beat Le Mot nach Preußler «Der Räuber Hotzenplotz»

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Der «Räuber Hotzenplotz» ist immer noch die perfekte Kindergeschich­te. Zwar verweisen gestohlene Kaffee­mühlen, vertauschte Mützen und straf­weises Kartoffelschälen heutzutage nur noch bei den Allerkleinsten auf die wirklichen Abgründe des Lebens.

Aber die Mischung des Identifikationspersonals und ihrer entsprechenden Prinzipien lässt auch Grundschulkindern nichts zu wünschen übrig: der Gesetzesbrecher (Hotzenplotz), die zu verteidigende Versorgungsinstanz (Groß­mutter), das schlaue Anführerkind (Kas­perl) und der treuherzige Mitmacher (Seppl), die scheinbar unüberwindliche Erwachsenen-Infamie (Zauberer Zwackelbart), die Nutzlosigkeit staatlicher Hilfe (Dimpfelmoser), die skurrile Unberechenbarkeit heiratswilliger Nachbarinnen (Witwe Schlotterbeck) und natürlich das Wunderbare einer echten, hilfreichen Fee (Amaryllis), die aber erst befreit werden muss.
Ja, auch 45 Jahre nach dem Erst-Erscheinen des Buches von Otfried Preußler erfüllt der «Räuber Hotzenplotz» noch immer seine systemstabilisierende Funktion, im Dienste der Ordnung Schlauheit gegen Schlendrian zu mobilisieren. Die jüngste, überaus kostümfreudige Verfilmung des Stoffes von Gernot Roll mit Rufus Beck, Christiane ...

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Theater heute Juni 2007
Rubrik: Chronik, Seite 42
von Petra Kohse

Vergriffen
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