Das Verschwinden

David Gieselmann: «Container Paris»

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Man kann viel mehr sehen, wenn man nur genau hinsieht», schreibt David Gieselmann in seiner Komödie «Falscher Hase». Was könnte dem flüch­tigen Blick beim zu schnellen Hinschauen denn entgehen? In «Container Paris» zeigt sich auch bei ganz genauer Betrachtung nur eins: das Nichts.

Im Zentrum des neuen Stückes von David Gieselmann steht ein Container. Ge­nauer gesagt, ein verschwundener Container.

Und so beginnt alles mit einem Spezialauftrag: Hans Peter Grothe, unscheinbarer Angestellter eines Logistik-Unternehmens, bekommt von seinem Vorgesetzten beim privaten Abendessen die Order, nach Paris zu reisen, um dort besagtes Objekt zu finden. Wo er die wertvolle Fracht auftreiben könnte, ist Gro­the allerdings ebenso unklar wie die Frage, warum er sie suchen soll und was sie beinhaltet. Statt den mysteriösen Container zu finden, trifft er in Paris das ziemlich durchgeknallte Supermodel Lynn, das we­gen permanenten Jetlags unter akuten Schlafstörungen leidet. Da die dringend benötigten Narkosemittel ge­ra­de ausgegan­gen sind, überredet sie Gro­the, ihr die rezeptpflichtigen Ta­bletten auf illegale Wei­se zu besorgen. Seltsa­mer­weise scheint die Apothekerin Gro­the bereits erwartet zu ...

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Theater heute Jahrbuch 2014
Rubrik: Neue Stücke der neuen Spielzeit, Seite 177
von Claudia Lowin

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