Das Stück zur Erzählung, eine Erzählung als Stück

Peter Turrini «Mein Nestroy» und Roland Schimmelpfennig «Ende und Anfang»

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Die Direktion Herbert Föttingers in der Josefstadt beginnt wenig überraschend: Der Vorhang geht auf. Die Art und Weise aber, wie der Eiserne an diesem Abend geöffnet wird, hat durch­aus symbolischen Charakter: Die Schau­spieler selbst sind es, die den schweren Stoff mühevoll nach oben stemmen, und wenn er dann endlich in lichte Höhen entschwindet, bestau­nen sie diesen an sich ganz normalen Vorgang wie ein Weltwunder. Die Bot­schaft scheint klar: In der Josefstadt geht ab sofort nicht mehr einfach nur der Lappen hoch. Hier wird gezaubert.

Und wenn nicht, wird zumindest hart daran gearbeitet.
Nach dem nicht einmal eine Spiel­zeit lang amtierenden Hans Gratzer und einem interimistischen Comeback Helmuth Lohners hat mit dem 45-jährigen Herbert Föttinger jener Mann die künstlerische Leitung übernommen, der schon vor Gratzer der erklärte Wunschkandidat des Hauses gewesen war. Der seit 1993 in der Josefstadt engagierte Schauspieler geht also mit dem wenig vorteilhaften Etikett der bequemsten Lösung an den Start. Und er versucht nach Kräften, diesen Eindruck zu verwischen. In Föt­tingers erstem Spielplan finden sich mit Vinterbergs «Fest» und einer Schnitzler-Inszenierung von Franz Xaver ...

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Theater heute November 2006
Rubrik: Chronik, Seite 46
von Wolfgang Kralicek

Vergriffen
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