Das große Völkerballturnier
In diesen düsteren Zeiten hat mich unser vierwöchiges Sportfest am Ballhaus Ost sehr glücklich gemacht. Es begann mit der Magie des Theatersaals, der sich mit bunten Linien auf dem Parkett, Netzen und Stadionleuchten in eine Sporthalle verwandelt hat – und dann mit kleinen Bühnenbildern, Lichtstimmungen wieder zu einem Theater wurde, aber eben zu einem Turnhallentheater.
Die größtenteils fürs Festival entstandenen Performances – über Erinnerungen eines jugendlichen Basketballtalents, Bodyshaming und andere soziale Wettkämpfe, Pferde und Menschen und Hobby Horses, die kleinste Eishockeyliga der Welt in der DDR, Fashion-Passion im Fußball, Selbstverteidigung und Angst, LGBTQI*-Bürokratie als Hürdenlauf und Stereotype im Turniertanz – haben gezeigt, wie eng Welt und Menschen aus Kunst und Sport miteinander verbunden sind und wie konstruiert deren räumliche Trennung.
Meine Feierabende hat das abwechslungsreiche Kursprogramm versüßt: Ich durfte Tischtennis, Volleyball und Badminton spielen, Ultimate Frisbee, Parkour, Tennis Harfe, Double Dutch, Pickleball und Traumaarbeit im Muay Thai kennenlernen und mich bei Musical Dance Workout, Chor und Queer Functional Training verausgaben. ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von Theater heute? Loggen Sie sich hier ein
- Alle Theater-heute-Artikel online lesen
- Zugang zur Theater-heute-App und zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von Theater heute
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Theater heute Jahrbuch 2025
Rubrik: Cheering up, Seite 92
von Anne Brammen
Während ich diese Zeilen schreibe, weiß ich nicht, wie sich die Lage entwickeln wird. Was heute noch Gegenwart ist, kann beim Erscheinen dieses Textes bereits Geschichte sein. Oder eine Leerstelle. Oder nur noch Rauch.
Ich frage mich, ob die Erinnerung an Zeiten wie Krieg nicht auch ein kollektives Schreiben ist.
In den letzten Tagen habe ich Texte gelesen – von...
Okay, los geht’s, hier also meine kleine persönliche Liste von Dingen, die mir in Zeiten emotionaler oder politischer Unsicherheit Halt, Zerstreuung, Trost, oder gute Laune spenden, je nachdem, was grad gebraucht wird:
1. Der Habermannsee in Kaulsdorf-Nord
Ist schon immer ’ne kleine Reise dahin (mit der U-Bahn bis zum Elsterwerdaer Platz und dann mit dem Bus...
ch halte meine Nase in den Wind. Ich atme ein. Ich schließe die Augen. Die Sonne scheint mir direkt ins Gesicht. Würdest Du neben mir stehen und mir direkt ins Gesicht schauen, würdest Du sehen: jedes einzelne kleine Härchen auf meiner Haut strahlt goldentransparent. Ich konzentriere mich auf das Rauschen des Windes. Ich glaube, es zu hören, wie es sich um...
