Das große Völkerballturnier
In diesen düsteren Zeiten hat mich unser vierwöchiges Sportfest am Ballhaus Ost sehr glücklich gemacht. Es begann mit der Magie des Theatersaals, der sich mit bunten Linien auf dem Parkett, Netzen und Stadionleuchten in eine Sporthalle verwandelt hat – und dann mit kleinen Bühnenbildern, Lichtstimmungen wieder zu einem Theater wurde, aber eben zu einem Turnhallentheater.
Die größtenteils fürs Festival entstandenen Performances – über Erinnerungen eines jugendlichen Basketballtalents, Bodyshaming und andere soziale Wettkämpfe, Pferde und Menschen und Hobby Horses, die kleinste Eishockeyliga der Welt in der DDR, Fashion-Passion im Fußball, Selbstverteidigung und Angst, LGBTQI*-Bürokratie als Hürdenlauf und Stereotype im Turniertanz – haben gezeigt, wie eng Welt und Menschen aus Kunst und Sport miteinander verbunden sind und wie konstruiert deren räumliche Trennung.
Meine Feierabende hat das abwechslungsreiche Kursprogramm versüßt: Ich durfte Tischtennis, Volleyball und Badminton spielen, Ultimate Frisbee, Parkour, Tennis Harfe, Double Dutch, Pickleball und Traumaarbeit im Muay Thai kennenlernen und mich bei Musical Dance Workout, Chor und Queer Functional Training verausgaben. ...
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Theater heute Jahrbuch 2025
Rubrik: Cheering up, Seite 92
von Anne Brammen
Uraufführungen
A Nora Abdel-Maksoud
Wokey Wokey (Münchner Kammerspiele)
Duygu Ağal
Paradies-Acker (Düsseldorfer Schauspielhaus)
Sina Ahlers
Schamparadies (Staatstheater Kassel)
Sina Ahlers, Zara Ali und Katharina März
Kritter (AT) (Theater Bielefeld)
Emre Akal
Es sagt, es liebt uns (Nationaltheater Mannheim)
Ayla Pierot Arendt
nach Susan Sontag: Das Leiden...
Wie man in diesen Tagen gute Laune bekommt? Gar nicht. Es sei denn, man sieht und hört nicht, was in der Welt passiert. Wenn es unerträglich wird, wenn alles zu laut, zu düster, zu schnell und zu hoffnungslos erscheint, dann gibt es zwei Dinge, die mir ein wenig Trost geben.
Das Erste ist ein Spaziergang über den St.-Matthäus-Kirchhof in Berlin. Ich bin in der...
Auf dem Weg vom Bahnhof zum Schauspielhaus durchquert die Besucherin eine der uncharmantesten Ecken Magdeburgs. In den Neunziger Jahren wurden zwischen Willy-Brandt-Platz und Otto-von-Guericke-Straße mehrere Mehrzweck- und Verwaltungsgebäude errichtet, eine Betonhölle, deren Tristesse ein paar überdimensionale, in mutigem Knallblau gestrichene Blumentöpfe für...
