Das große Gebrösel
Der Investitionsstau öffentlicher Ausgaben infolge der deutschen Sparpolitik in den letzten zwei, drei Jahrzehnten hat bei den Theatern zu einem fatalen Sanierungsstau geführt. Etwa 80 Prozent der mehr als 300 öffentlich geförderten Häuser gelten als sanierungsbedürftig, etwa 40 werden aktuell renoviert. Über die weiteren 1000 privaten Theater gibt es keine Erhebungen.
Systemrelevant oder nicht – lange vor Corona entzündete sich die Debatte um den Stellenwert von Kultur für unsere Gesellschaft immer wieder, wenn große Projekte anstanden – selbst wenn Geld und politischer Wille mittlerweile wieder vorhanden waren. Die immensen Kostensteigerungen bei wichtigen Kulturprojekten wie der Elbphilharmonie Hamburg, der Sanierung der Staatsoper Berlin oder aktuell den Städtischen Bühnen Köln haben die Angst davor gefördert, größere Projekte überhaupt anzugehen. Umso lauter war der Paukenschlag, als die Stadt Frankfurt 2017 das Ergebnis eines Gutachtens veröffentlichte, das die Kosten für Neubau oder Sanierung der Doppelanlage aus Oper und Schauspiel gegenüberstellte: Die Zahlen lagen nah beieinander, 900 Millionen Euro standen im Raum. Eine Debatte kam in Gang, an deren aktuellem Ende bis ...
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Theater heute August/September 2020
Rubrik: Theaterarchitektur, Seite 34
von Karin Winkelsesser
Vom 23. Juli an hätten die Olympischen Spiele in Tokyo stattgefunden. Wie so vieles andere auch wurden sie vorerst abgesagt. Hier drei Lektüre-Vorschläge für drei ganz verschiedene Reisen in das Land der aufgehenden Sonne.
Beginnen wir mit einem Buch, das mir sehr am Herzen liegt: die «Japanische Chronik» von Nicolas Bouvier. Ursprünglich wollte ich es als Podcast...
/ markiert eine unterbrechung
… markiert eine pause
– zeigt an, dass eine neue person spricht
*** markiert den beginn einer neuen szene, in der die besetzung neu gemischt werden kann
♫ kennzeichnet die folgende rede als gesang
im chor sprechen alle, mit der ausnahme der vorrednerin/nen
mindestens 4 spielerinnen
Figuren:
ICH
ICH
ICH
ICH
ICH
ICH
ICH
ICH
ICH
ICH
ICH
...
Franz Wille Reden wir über Geld. Wie geht es gerade Autor*innen und Verlagen in ökonomischer Hinsicht?
Bernd Schmidt Die Situation ist für alle, die für die Bühne schreiben, nicht nur Dramatiker*innen, sondern auch Komponist*innen, Bearbeiter*innen oder Übersetzer*innen, katastrophal. Und natürlich gilt das auch für die dazugehörigen Bühnenverlage, denn wir...
