Das finnische Pfund
Zum letzten Mal brachte ein Finne 2005 Glanz an die Ostsee. Das war Jari Litmanen, beim seinerzeit erstklassigen FC Hansa. Genutzt hat sein Engagement nichts, der Abstieg kam. Mittlerweile kämpft das Aushängeschild der Hansestadt in der zweiten Bundesliga um den Verbleib im Profifußball.
Abwärts ging es zuletzt auch mit dem Rostocker Volkstheater. Mit Tanz und Musiktheater sind zwei der vier Sparten des Hauses unter Druck geraten. Der Dauerstreit um die Finanzen (die Stadt beabsichtigt eine Kürzung der Zuschüsse von 7,8 auf 4,8 Mio.
Euro) eskalierte zu Saisonbeginn in der fristlosen Kündigung des Generalintendanten Steffen Piontek. Sein Nachfolger in der künstlerischen Leitung, der Dirigent Peter Leonhard, amtiert ebenso auf einem Kurzzeitvertrag wie die im Frühjahr 2008 berufene Schauspieldirektorin Anu Saari. Man harrt der baldigen Umwandlung des Theaters in eine GmbH und arrangiert sich einstweilen mit dem Provisorium: «Trotz der gravierenden Probleme sind wir eigentlich ein happy house», sagt der gebürtige Amerikaner Leonhard.
Internationaler soll es werden, auch quotenorientierter. Nach den Urlaubern greift man mit einem Sommerspektakel «Broadway» in den alten Werfthallen. Die ...
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Man könnte die Geschichte ganz einfach so erzählen: Zwei treffen sich auf einer Party und verlieben sich – oder was jeder so dafür hält –, und ein paar Monate später läuft die Sache aus dem Ruder. Am Ende hat sich Grete fast umgebracht, und Heinrich hat es nicht mal mitbekommen.
Aber warum soll man es sich immer einfach machen? Was Ewald Palmetshofer in «faust hat...
Nicolas Stemann: Verstecken spielen
Bezeichnet man mit «Künstler» jemanden, der eine künstlerische Tätigkeit ausübt, dann ist es natürlich leicht, diese Frage mit Ja zu beantworten: Das tun wir alle. Versteht man darunter jemanden, der Kunst macht, dann wird es schon komplizierter. Es gibt viele Dinge, die Theater davon abhalten, Kunst zu sein. Zum Beispiel die...
Bei Theaterkongressen, auf denen er in Europa die Entstehung seines «Theaters der Unterdrückten» nachzeichnete, erzählte Augusto Boal gern folgende Geschichte: «Im letzten Akt des selbstgeschriebenen Bauerndramas, das wir im Nordosten auf Lastwagenrampen spielten, sangen wir, das Gewehr fest umklammert: ‹Unser Blut für die Freiheit. Unser Blut für unseren Grund...
