Das finnische Pfund
Zum letzten Mal brachte ein Finne 2005 Glanz an die Ostsee. Das war Jari Litmanen, beim seinerzeit erstklassigen FC Hansa. Genutzt hat sein Engagement nichts, der Abstieg kam. Mittlerweile kämpft das Aushängeschild der Hansestadt in der zweiten Bundesliga um den Verbleib im Profifußball.
Abwärts ging es zuletzt auch mit dem Rostocker Volkstheater. Mit Tanz und Musiktheater sind zwei der vier Sparten des Hauses unter Druck geraten. Der Dauerstreit um die Finanzen (die Stadt beabsichtigt eine Kürzung der Zuschüsse von 7,8 auf 4,8 Mio.
Euro) eskalierte zu Saisonbeginn in der fristlosen Kündigung des Generalintendanten Steffen Piontek. Sein Nachfolger in der künstlerischen Leitung, der Dirigent Peter Leonhard, amtiert ebenso auf einem Kurzzeitvertrag wie die im Frühjahr 2008 berufene Schauspieldirektorin Anu Saari. Man harrt der baldigen Umwandlung des Theaters in eine GmbH und arrangiert sich einstweilen mit dem Provisorium: «Trotz der gravierenden Probleme sind wir eigentlich ein happy house», sagt der gebürtige Amerikaner Leonhard.
Internationaler soll es werden, auch quotenorientierter. Nach den Urlaubern greift man mit einem Sommerspektakel «Broadway» in den alten Werfthallen. Die ...
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Innovation und Kreativität im Doppelpack wirken wie ein Dreamteam», abgesichert durch Bildung ermöglichen beide zusammen den Wandel. Das sagt Jörg Mehlhorn, der Vorsitzende der «Gesellschaft für Kreativität» zum für 2009 auf Initiative der Europäischen Kommission ausgerufenen «Year of Creativity and Innovation» am 4. Mai 2009 in der «Innovationsbeilage» der FAZ....
Man könnte Schwarz sehen am Düsseldorfer Schauspielhaus. Auf der Farbskala bühnenästhetischer Vorlieben und bis in die Titel der Produktionen jedenfalls dominiert Schwarz – oder als sein Kontrastmittel Weiß. Für die Generalintendantin Amélie Niermeyer scheint sich die Sicht der Dinge verdunkelt zu haben, nach fünf Jahren wird sie, auf eigenen Wunsch, wie es heißt,...
Der Vorhang ist gefallen. Schon lange vor Aufführungsbeginn hat ihn Armin Petras für seinen Abschied vom Frankfurter Schauspiel unter Elisabeth Schweeger der Schwerkraft überantwortet. Da liegt das edle Tuch nun in seiner samtroten Pracht, von Olaf Altmann über Rückwand und Boden drapiert, und wird begangen, bespielt, beschlafen und bewässert, statt sauber gehängt...
