Love is a losing game
Ein Ausrufezeichen warnt: Ab 18 Jahren! Furchterregend auch, wie der Kollege der «Frankfurter Rundschau» seinen Premierenbericht aus Signas neuestem Paralleluniversum überschrieb: «Frauen treten». Will man das? Schwer verschüchtert betritt frau zwei Wochen später den Spielort, eine «berüchtigte» Travestie-Bar am Kölner Heumarkt, die vor einem Jahr geschlossen wurde.
Hier haben Arthur Köstler und Signa Sörensen, das dänisch-österreichische Performer-(Ehe-)Paar, das vor einem Jahr mit seiner Langzeit-Installation «Die Erscheinungen der Martha Rubin» Karin Beiers Kölner Neustart bis zum Theatertreffen nach Berlin trug, die «Hades-Fraktur» angerichtet; im Rotlicht-Schummer kleiner Nuttenzimmer, von Thomas Bo Nilsson detailfreudig dekoriert mit trashigen Ersatzglückseligkeiten vom Nylon-Plüsch über Nippes-Kitsch bis zur Kippen-Ansammlung auf düsteren Fluren.
Auf Punktejagd in der Unterwelt
Was wie ein Puff aussieht, soll nicht weniger als den Vorhof der Hölle darstellen: das finstere Reich des charmant gefährlich österreichelnden Hades (Arthur Köstler persönlich, adrett mit schwarzer Haartollenperücke), der dort mit seiner Gattin Persephone, der gelangweilten Signa im ...
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«Passionsweg durch die Moderne» hat Brigitte Maria Mayer ihre Auseinandersetzung mit Müllers Text genannt, die sich auf drei Leinwänden in einer Art Filmessay, aber auch in zwei Räumen der Berliner Akademie der Künste abspielt, wo man unter anderem der Malerin Hui Zhang dabei zusehen kann, wie sie Tiepolos Würzburger Fresco «Apollo und die vier Kontinente» kopiert...
Dies kann nur ein Artikel über Vergesslichkeit werden, denke ich. Da kommt jemand, baut einen Marx-Popanz auf, den er dann öffentlich ersticht, als wäre er der erste Kritiker. Was erzählt uns Herzinger über Marx? Er wäre widersprüchlich und totalitär, ressentimentgeladen und Antisemit, dem theoretischen Gehalt seines Hauptwerkes «Das Kapital» könne man quasi die...
Wir haben halt nicht mehr so viel Zeit. Wer kann sich noch über Tage an einer Tausend-Seiten-Romanwelt sattlesen? Eine Zürcher Zeitung hat gerade viel Erfolg mit einer literarischen Sättigungsbeilage, die sie «GetAbstract» nennt: «Werther», Flaubert, die «Gefährlichen Liebschaften» auf ein paar A5-Seiten! Da liegt Barbara Weber goldrichtig mit ihrem...
