Dann nehm ich eben, was mir fehlt
Ein Mann, er heißt Oliver, hetzt nächtens durchs vorweihnachtliche Berlin. Mit einem Feldstecher und einem Fläschchen Chloroform bewaffnet, steuert er seinen kleinen Transporter dorthin, wo er die Einsamen vermutet, und sammelt ein: Die Frau seines Chefs, eine Seniorin, die im Heim vor einem Piccolo sitzt, einen Jungen, der auf dem Spielplatz schläft, er lauert sogar vor einer Babyklappe, bis eines hineingelegt wird. Und dann werden die Bewusstlosen zu einem verrotteten Plattenbau gefahren und in den 18. Stock geschleppt. Dazu heiter-sanfte Rhythmisierung mit Klarinette und Jazz-Besen.
«Allein, da kannst du viel werden, aber nicht glücklich», erklärt Oliver, gespielt von Samuel Finzi, den erstaunten Gekidnappten am nächsten Tag in der Küche. An die Wand hat er eine Liste mit Familienregeln geschrieben und fordert mit Pistolenunterstützung, dass man ihn «Papa» nennt.
Außer «Mutti» (Nina Kronjäger), «Oma» (Margot Nagel) und den Kindern gehört noch Maya (Anna Maria Mühe) zur «Familie», eine autonome Jugendliche, die einen Platz zum Übernachten gesucht hat. Auch den «Opa» gibt es bald (Harald Warmbrunn), den letzten Mie-ter des Hochhauses, der aufgescheucht wird, als Maya auf der Suche ...
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