Der Geheimdramaturg
Theater heuteTom Stromberg, als was können wir Sie begrüßen? Als Produzenten? Gutsbesitzer? Akademie-Direktor? Festival-Macher?
Tom StrombergIch habe noch viel schönere Berufsbezeichnungen: Ich nenne mich am liebsten Impresario und Geheimdramaturg. Festival-Leiter stimmt in Bezug auf «Impulse», dabei muss aber unbedingt Matthias von Hartz genannt werden, mit dem ich mir die Leitung und, entgegen anders lautender Gerüchte, auch das Honorar teile.
THVor knapp zwei Jahren haben Sie sich, nach dem Ende Ihrer Intendanz am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg, dazu entschieden, zusammen mit von Hartz die Leitung von «Impulse» zu übernehmen, dem Festival für Freies Theater. Waren Sie vom Stadttheater so enttäuscht?
StrombergDarf ich ein bisschen ausholen? Ich fühle mich sehr alt. Nicht biologisch, da würde ich mich auf 29 schätzen, geistig auf zwölf. Aber was das Theater angeht, komme ich mir manchmal sehr alt vor. Das liegt sicher daran, dass ich so früh angefangen habe, als Theaterkind mit acht Jahren zum ersten Mal auf einer Bühne stand, jetzt also bald 40-jähriges Bühnenjubiläum feiere. Mit 29 war ich Chefdramaturg, dann kam das TAT, die harte Zeit bei der Expo. Und Hamburg war auch ...
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Eins der wichtigsten Londoner Theater hat einen neuen Chef: Dominic Cooke löste im Januar dieses Jahres den langjährigen Intendanten Ian Rickson an der Spitze des Royal Court ab. Nach zehn Rickson-Jahren, von einem sehr spezifischen «social realism» geprägt, der vor allem die britische Unterschicht unter dem Bühnenmikroskop zappeln ließ, weht mit dem Einzug des...
Man kann’s ja mal versuchen. Als seine Kollegin Barbara (Nicole Averkamp) aus der Küchenabteilung erschöpft auf seinem Ausstellungsstück Platz nimmt, da preist der Bettenverkäufer Tibor (Jan Schreiber) ihr die Vorzüge der Matratze an. «Man muss ja nicht das ganze Bett nehmen.» Um sich gleich darauf zu entschuldigen: «Ich möchte nicht, dass du das falsch verstehst.»...
