«Dann kam der Wechsel zu mir»
Im Nürnberger Museum für Kommunikation kann man die Schauspielerin Julia Bartolome auf einer riesigen Leinwand stumm sehen. Sie macht da Miene zu den verschiedensten Stimmungen, zu denen der Mensch, wenn er sich nonverbal ausdrücken möchte, fähig ist. Sie hat Angst, freut sich, trauert, ist überrascht, wütend, sie ekelt sich und verzerrt ihre Züge vor Schmerz. Ein Spiel der Gefühle in Endlosschleife, und Eltern mit ihren Kindern sitzen davor und raten, was die Frau da wohl empfindet.
Manchmal liegen sie richtig, oft auch daneben, aber sie alle lernen, dass es gar keiner Worte bedarf, um seinem Gegenüber zu zeigen, wie es einem gerade so geht.
Einspruch! Von Julia Bartolome. Da fehlt ihr denn doch etwas. Wie damals, als sie, ein kleines Mädchen von neun Jahren, auf Zehenspitzen tanzte und grazil Croisé derrière oder die Première position übte: die Sprache nämlich. Die hohe Kunst des Mienenspiels, der perfekte Körperausdruck – gut und schön. Aber wenn auch bei ihr das Wort nicht gleich am Anfang war, ohne gesprochene Inhalte, ohne die Vermittlung von Gedanken, Thesen, auch mal Unsinn oder Diffizilem kann sie sich ihren Beruf heute längst nicht mehr vorstellen. Die Kommunikation ist ...
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Theater heute März 2022
Rubrik: Akteure, Seite 22
von Bernd Noack
BERLIN, AKADEMIE DER KÜNSTE
bis 13.3. (Finissage)//Erich Wonder T/Raumbilder für Heiner Müller
Mitte der 1970er Jahre trafen der Autor Heiner Müller und der Bühnenbildner Erich Wonder am Schauspiel Frankfurt zum ersten Mal aufeinander. Die Ausstellung präsentiert diese Arbeitsprozesse in Gemälden, großformatigen Aquarellen, Zeichnungen, Übermalungen und Fotografien...
AACHEN, THEATER
10. Kleist, Penthesilea
R. Sylvia Sobottka
11. Krone, Interviews mit ... (U)
R. Tanja Krone
AALEN, THEATER DER STADT
4. O-Team und Töpfer, Hibernation
R. Samuel Hof
ALTENBURG/GERA, TPT
18. Hauptmann, Die Ratten
R. Manuel Kressin
ANNABERG, EDUARD-VON-WINTERSTEIN-THEATER
12. Miller, Hexenjagd
R. Jasmin Sarah Zamani
ANSBACH, THEATER
11. Fuchs,...
Wiebke Mollenhauer ist nach ihrer Schauspielausbildung erst einmal sechs Monate nach Indien gefahren, um dort einem
Arzt zu assistieren. Jetzt spielt sie am Schauspielhaus Zürich: ein Porträt
Stacheldraht verbindet. Die Welt hinter Gittern folgt eigenen Regeln – und auch wieder nicht: Caren Jeß «Knechte», der Stückabdruck
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