Brüderbande
Na gut: «Wir sind ja nur Halbbrüder», derselbe Vater, verschiedene Mütter; und da Manuel und Günther Harder biografisch auch noch sechs Jahre auseinander liegen, haben sie einerseits ein bisschen Glück gehabt, weil sie nie in der gleichen Theateraltersklasse konkurrieren mussten; aber womöglich auch ein bisschen Pech – denn immer mal wieder war und ist von «Fußstapfen» die Rede: einer in denen des anderen.
Günther, der jüngere Harder, folgte Manuel, dem älteren; und darum erinnert er sich auch immer mal wieder oder wird daran erinnert, wie regelmäßig der ältere Manuel mitunter «Türen aufgemacht» hat, durch die dann auch der jüngere Günther gegangen ist. In Dortmund war das so, Manuels zweitem und Günthers erstem Engagement; da haben die beiden sogar mal für eine Weile zusammengewohnt. Und Richtung Leipzig zu Sebastian Hartmanns Stadttheater neuen Typs zog von Dortmund aus erst Manuel und Günther zwei Jahre später … Stolz und gewachsenes Selbstbewusstsein ist Günther Harder deutlich anzumerken jetzt, wo er ganz ohne Manuels Beistand in Hannover angeheuert hat – während Manuel zum Stuttgarter Team von Armin Petras stieß, nach fünf Jahren in Leipzig und kurzem Zwischenstopp in ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von Theater heute? Loggen Sie sich hier ein
- Alle Theater-heute-Artikel online lesen
- Zugang zur Theater-heute-App und zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von Theater heute
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Museumswärter singen eigentlich nicht. Aber in einem kleinen Privatmuseum für eine der berühmtesten Ehebrecherinnen der Literaturgeschichte passt die Begleitung durch unsterbliche Jazz- und Popsongs ganz gut zur Feier des Vergangenen. Geht es in der modernen Volksmusik von Louis Armstrong bis Britney Spears, mit der hier die Geschichte von Flauberts...
Zwei große öffentlich subventionierte Theater vor Ort sind eine Chance – nicht um sich verbissen Konkurrenz im Ähnlichen zu machen, sondern um in der Stadt größtmögliche Vielfalt an Inhalt, Form und künstlerischer Weltsicht zu präsentieren. Diese sinnvolle, doch längst nicht immer praktizierte Arbeitsteilung klappt nun, trotz einigen Theaterdonners wegen wahlweise...
Es ist das ultimative Grauen, der Tiefpunkt im Leben von TV-Mann Phil Connors: der traditionelle Murmeltier-Tag in Punxsutawney. Im Zeitschleifen-Selbstopimierungs-Klassiker «Und täglich grüßt das Murmeltier» ist Connors (Bill Murray) dazu verdammt, die ödesten aller öden 24 Stunden wieder und wieder zu durchleben, bis, ja bis es ihm gelingt, das absolut Beste aus...
