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Das Musiktheater-Kollektiv «Oper Dynamo West» führte durch das Corbusierhaus im Berliner Westen

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Als Übersetzung der Stadt in die Vertikale hatte Charles-Édouard Jeanneret-Gris, genannt Le Corbusier, 1956 die Berliner Variante eines Hochhauses mit 530 Wohnparteien geplant. In der Cité Radieuse in Marseille war es dem Schweizer Architekten gelungen, dasselbe Modell mit einer Einkaufsgalerie, Schwimmbad und Open-Air-Kino auf dem Dach auszustatten und so mehrere Begegnungsstätten für die Bewohner zu schaffen.

Am Stadtrand von Berlin, einen Steinwurf vom Olympiastadion, wurde aufgrund der lokalen Bauvorschriften (fast) nichts daraus; weshalb Corbusier sich später von dem Gebäude distanzierte. Schon Anfang der 80er Jahre wurde der soziale Wohnungsbau in Eigentum verwandelt.

Eine architekturgeschichtliche Sehenswürdigkeit ist der funktionale und doch kunstvoll verschachtelte Bau dennoch – und ein gefundenes Fressen für die Musiktheatertruppe «Oper Dynamo West», die in den vergangenen Jahren regelmäßig Westberliner Architekturen als Bühnenbilder für ihre Performances erschlossen hat (was ein bei Hatje Cantz erschienener Bildband sehr schön dokumentiert). Schon vor drei Jahren leitete Janina Janke beim Internationalen Forum des Theatertreffens einen Workshop zusammen mit Muriel ...

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Theater heute Oktober 2012
Rubrik: Magazin: Site-Specific, Seite 63
von Eva Behrendt

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