Im Auge des Verrats
Eine Frau, ein Mann und ein Auto. Eine Spazierfahrt? Oder eine Fahrstunde? Wie stehen die beiden zueinander? Orte und Begebenheiten am Straßenrand konfrontieren sie mit teils verdrängten Erinnerungen. Die Fahrt führt zunächst durch eine Stadt, an Orte, die sich in den Biografien der beiden mit Bedeutung aufgeladen haben. Schöne und schmerzliche, traumatische und verdrängte. Der erste Weg führt zu einer Grundschule, in die die Frau ging – daneben eine psychiatrische Praxis. Dort versuchte vor langer Zeit ihr Vater, die Schmerzen seiner Vergangenheit zu lindern.
Welche Dämonen verfolgten den Vater?
Im Radio laufen Berichte, Interviews, Musik und fließen mit der Gedankenwelt der beiden Insassen des Autos zusammen, kontrastieren oder beflügeln deren Fantasien. Immer mehr verschwimmen die Grenzen zwischen Gegenwart und Vergangenheit, Realität und Imagination.
Das Auto scheint seine große Zeit hinter sich zu haben: Der Verbrennungsmotor gilt als nicht mehr zeitgemäß, die Entwicklung selbstfahrender Autos stellt das Konzept des Individualverkehrs grundsätzlich in Frage. Das Auto taugt nicht mehr zum Symbol sozialen Prestiges, jedenfalls nicht mehr in dem Maße wie in der zweiten Hälfte ...
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Theater heute Jahrbuch 2018
Rubrik: Neue Stücke der neuen Spielzeit, Seite 171
von Tobias Schuster
Der niederländische Theatermacher Eric de Vroedt ist auch in Deutschland längst kein Unbekannter mehr; in den letzten Spielzeiten hat er wiederholt am Schauspielhaus Bochum und am Theater Dortmund inszeniert. In seinem Heimatland, wo der 46-Jährige die Intendanz des Nationaltheaters in Den Haag als Nachfolger Theu Boermans übernommen hat, ist er nicht nur als...
Im Winter 2014 lud die Basler Kulturbehörde zur Vorstellung des designierten Intendanten ins Kunstmuseum Basel. Es war ein halböffentlicher Anlass, gemünzt auf die leidenschaftlichsten Theatergänger und stadtbekannten Influencer. Es gab eigentlich auch gar kein Geheimnis mehr zu lüften, ein gewisser Andreas Beck aus Wien sollte das größte Dreispartenhaus der...
Du bist Schauspieler des Jahres, und das ist fantastisch. Du hast es verdient. Du hättest es auch schon früher verdient (aber dazu später noch mal mehr). Jetzt bist du es, und das freut mich total. Gefeliciteerd.
Schauspieler des Jahres. Oder muss ich das Wort Performer benutzen? Performer des Jahres? Künstler des Jahres.
Vielleicht muss ich kurz erklären: Ich...
