Bilanz: Der Burg-Report

Der Österreichische Rechnungshof prüft die «Ära Hartmann»

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Ein Bericht des Österreichischen Rechnungshofs glänzt nicht unbedingt durch die gewandteste Prosa. Aber dafür bietet er tiefe Einblicke in die eigenwilligen Finanzpraktiken am Burgtheater unter Matthias Hartmann, der in den fünf Jahren seiner Leitung von September 2009 bis zu seiner fristlosen Kündigung am 11. März 2014 über zwei Millionen Euro bezogen hat. Laut Rechnungshof müssen am Wiener Ring herrliche Zustände für Künstler geherrscht haben, die sich nicht mit kleinlichen Gelddingen aufhalten wollten.

Unter anderem hält der Bericht fest; dass:

die Burgtheater GmbH insgesamt rund 21,12 Mio. Euro sogenannte «Akonti», an Beschäftigte oder Werkvertragsnehmer auszahlte. Für 80 Prozent dieser Buchungen oder 14,62 Mio. lagen keine Belege vor. 

die Geschäftsführung von den Geschäftsjahren 2008/09 bis 2011/12 die genehmigten Investitionsbudgets für Produktionen um bis zu 5,82 Mio. oder 92 Prozent (2009/10, Hartmanns erste Spielzeit) überschritt. 

bei Vorstellungen im Burgtheater bis zu 112 Sitzplätze nachträglich aus dem Angebot genommen wurden und eine 100-prozentige Auslastung ausgewiesen werden konnte, obwohl diese Sitzplätze nicht verkauft wurden. 

Besondere Beachtung findet der ...

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Theater heute Juli 2016
Rubrik: Magazin, Seite 63
von Red.

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