Berliner Theatertreffen: Riskanter spekulieren!
Spekulationsstand zu Beginn der #TT16-PK: Thalheimer, Castorf, Pollesch, Nunes, Marthaler, Rau, Dortmund, Henkel, Richter, Lösch, Fritsch», twitterte es kurz vor der Verkündigung der Theatertreffen-Auswahl 2016 durchs Netz. So kann man sich verspekulieren. Überschneidung von Spekulation und Realeinladung: eine! Ja, Herbert Fritsch hat es wieder ins TT geschafft, zum sechsten Mal, mit «der die mann» an der Volksbühne, einem Körper- und Wörterabstraktionsspiel mit Texten des Wiener Sprachakrobaten Konrad Bayer (s. Th 4/15).
Die Sinnfreiheit der radikalen Kunstbehauptung mit maximalem Spaßfaktor: Man darf die Fritsch-Einladung gerne als Antidot begreifen, Seit an Seit mit der von Clemens Sienknecht und Barbara Bürk auf den skurrilen musikalischen Nenner gebrachten Fontane-Verarbeitung «Effi Briest – aber mit anderem Text und anderer Melodie» vom Hamburger Schauspielhaus (TH 1/16).
In der Zone der Unsicherheit
Denn die Jury (der ich zum letzten Mal nach drei Jahren Reisen durch die deutschsprachige Theaterlandschaft angehörte) bewegte sich in diesem Theaterjahr durch zwölf Monate atemberaubender politischer und gesellschaftlicher Neujustierungen, auf die die Theater mit bemerkenswertem ...
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Theater heute März 2016
Rubrik: Magazin, Seite 70
von Barbara Burckhardt
Ort
Eine geräumige Wohnung an der Upper East Side in New York.
Zeit
2011 bis 2012.
Die ersten beiden Szenen spielen im Spätsommer 2011.
Die dritte Szene spielt drei Monate später im Herbst.
Die vierte Szene spielt sechs Monate später im Frühling.
Das Stück sollte ohne Pause gespielt werden
SZENE EINS
Licht.
Hohe Decken, Parkettboden, Profilleisten. Das...
Aachen, Grenzlandtheater
11. Zeller, Die Lüge
R. Jens Pesel
Aachen, Theater
9. Melle, Partner (U)
R. Eike Hahnemann
18. Walser, Ich bin wie ihr, ich liebe Äpfel
R. Thomas Ladwig
19. nach Lenz, Deutschstunde
R. Bernadette Sonnenbichler
Altenburg/Gera, TPT
11. Paschinger/Stengele, Das zweischneidige Schwert (U)
R. Bernhard Stengele
13. Kästner, Geschichte eines Moralisten
R....
«Unmoralische Menschen werden blass unter der Peitsche der Satire», heißt eine Sentenz in einem antiken Text des römischen Dichters Persius. Auf einer Illustration des berühmten belgischen Symbolisten Fernand Khnopff räkelt sich dazu eine dunkelhaarige Nackte und entzieht sich dem lüsternen Zugriff zweier in das Bild ragender Hände. Auch der Regisseur Stef Lernous...
