Aufstieg zu den Müttern

Postmodernes Wissen, klassische Form: Pedro Almodóvars neuer Film «Volver»

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Geister machen gewöhnlich nachts auf sich aufmerksam. Klopfgeräusche aus dem Schrank oder Geheul im westlichen Flügel sind immer ein Hinweis darauf, dass in der Vergangenheit noch eine Angelegenheit offen ist. Man kann damit locker umgehen und das Gespenst zu dem Familienmitglied erklären, das es meistens ohnehin ist. Oder man kann sich fürchten, dann gehört die Szene zum Gruselgenre und löst sich meistens in Gelächter auf.

Der spanische Filmemacher Pedro Almodóvar ist bekannt dafür, dass er alle Register des Emotionalen perfekt beherrscht und dass er alle Gattungen seines erweiterten Kunstbegriffs (Kino, Theater, Design, Tanz, Mode) in seine Vision eines radikal verweiblichten Kosmos einbezieht.

 

Ideal Frauenclan

In seinem jüngsten Film «Volver – Zurückkehren» spielt Carmen Maura eine ältere Dame, von der nicht ganz klar ist, zu welcher Welt sie gehört. Ist sie schon tot und kümmert sich um die Lebenden nur, weil die genug damit zu tun haben, ihren Alltag irgendwie klar zu bekommen? Oder ist sie noch am Leben, weil in Wahrheit eine andere Frau an ihrer Stelle gestorben ist und sie sich seither versteckt hält? Ihre Tochter, die resolute Raimunda (Penelope Cruz), ist besonders ...

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Theater heute August/September 2006
Rubrik: Medien/TV, Seite 87
von Bert Rebhandl

Vergriffen
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