Aufführungen
Eine Stadt hat Fieber. Die Stadt heißt Wittenberge, und vier Monate lang hat sich das Maxim Gorki Theater in Berlin in seinem Projekt «Über Leben im Umbruch» in Uraufführungen, Podiumsdiskussionen und Filmabenden mit dem Soziotop dieser schrumpfenden Stadt beschäftigt. «Fieber», das neue Stück der Mecklenburgerin Juliane Kann, bildet den Abschluss dieses Crossovers von Wissenschaft und Theater, Regie: Anna Bergmann. Preisträgerstücke am Rhein: Für die Jedermann-Groteske «Die Trägheit» erhielt Lukas Linder den Jury- und den Publikumspreis des Düsseldorfer Autorenlabors (2.
000 Euro und eine Uraufführung von Tina Lanik), für sein Biergarten-Drama «Die Kunst des Fallens» Christoph Nussbaumeder den Autorenpreis des KunstSalons im Schauspiel Köln (15.000 Euro und eine UA durch Katja Lauken). «leben lügen lagern» versammelt vier Gestalten in der Zwangsgemeinschaft eines feststeckenden Aufzugs, Claudia Tondl bekam dafür beim Wettbewerb «Text trifft Regie» den Preis für das beste Stück und die Mainzer Uraufführung von Luzius Heydrich. Simon Stephens braucht keinen Preis mehr, damit Matthias Fontheim ebenfalls in Mainz sein Musical «Marine Parade» mit der Musik von Mark Eitzel zur ...
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Bunte Farbkleckse vor der Hamburger Handelskammer signalisieren an diesem sonnigen Frühlingstag «Kultur». Für 220 Euro darf man durch das mit steinernem Stadtwappen, Füllhorn und Fruchtgebinden geschmückte Hauptportal treten und auf der Treppe zu Statuengott Merkur aufsteigen. Im repräsentativen Saal der ehemals Neuen Börse am Jungfernstieg findet das...
Bei Denzel Washingtons erstem Auftritt in olivgrüner Uniform und mit der Ginflasche in der Hand brechen die Zuschauer in ekstatischen Jubel aus. Danach hängen sie an seinen Lippen. In der seit 1987 ersten Broadway-Inszenierung von August Wilsons Pulitzerpreis-Stück «Fences» dominiert Washington als zorniger Alltagsheld Troy Maxson die Bühne. Jedesmal, bevor Troy...
Der Krieg, dieser unermüdliche Beschleuniger der Warenzirkulation, tödlich für die Körper, zerstörerisch für die Seelen, aber als Konjunkturprogramm nach wie vor unschlagbar, lässt sich auf der Bühne nicht darstellen, wohl aber verhandeln. Das weiß auch Armin Petras und sucht sich für sein gleichnamiges Doppelprojekt an den Münchner Kammerspielen denkbar...
